Archive for the ‘Berlin’ Category

Relief an der Trelleborg-Schule Pankow

Mittwoch, März 30th, 2011

Kinder

Zeit vertreiben

Dienstag, März 29th, 2011

kopfüber

Zeit vertreiben

Was soll ich machen?
Kopfstehn und lachen.
Was soll ich tun?
Kopfstehn und ruhn.

Ich muß noch mal raus,
Kann hier nicht bleiben,
Muß aus dem Haus,
Zeit zu vertreiben.

Mond, du bleicher,
Wind, du kalter,
Blasser Landstreicher,
Nebliger Alter.

Fluß, du trüber,
Einsame Wölfe
Schleichen vorüber.
Die Glocke schlägt zwölfe.

Geisterstund, Schatten,
Kälte dringt ein.
Schritte ermatten,
Kehr wieder heim.

Hülle mich ein
In Wolle vom Schaf.
Stille kehrt ein,
Finde nun Schlaf.

(Jürgen Berlin)

Schlaf

Schloss Friedrichsfelde

Sonntag, März 27th, 2011

Tympanon

Das Schloss Friedrichsfelde wurde 1695 als Schloss Rosenfelde vom kurbrandenburgischen Generalmarinedirektor Benjamin Raule erbaut. Dieser erste fünfachsige Bau wurde vermutlich nach Plänen von Johann Arnold Nering im holländischen Landhausstil errichtet. Im Jahr 1698 fiel Benjamin Raule in Ungnade, er wurde inhaftiert und enteignet. Das Schloss fiel an den preußischen König und wurde in Friedrichsfelde umbenannt.
(Wikipedia)

Sprea

Samstag, März 26th, 2011

Gestern, heute und morgen … Enkelwochenende. Da kann man nur so nebenbei Kunst rezipieren. Alle Aufmerksamkeit den Kindern. Eine Wiederholung kann man gerade noch schaffen.

Sprea

Sprea musste schon wieder einen Winter im Freien verbringen, zur Erinnerung eine Wiederholung (Kunstspaziergänge 1. Januar 2004):
Umzug einer Göttin: Sprea kommt ins Märkische Museum“
so hieß es am 14. August 2001 in der Berliner Zeitung.
Sprea, die personifizierte Spree, sitzt auf Netzen und gibt einem durstigen Berliner Bären aus einer flachen Muschelschale zu trinken.
Die Skulptur wurde 1898 von Jeremias Christensen (1859 – 1908) für die große Halle vor dem Magistratssitzungssaal des Berliner Rathauses geschaffen. Beim Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg wurde die Schöne mit dem Bären ausgelagert und 1955 im Tierpark wieder aufgestellt.
Da steht sie nun seit fast 50 Jahren in der Nähe des Lenne-Hügels. Eigentlich kein schlechter Standort, wenn sich denn einmal jemand um ihren Zustand kümmern würde. Die Marmorsubstanz bröckelt.

In der Elsa-Brändström-Straße

Donnerstag, März 24th, 2011

Hoffnungskirche

Hoffnungskirche

Mädchen

Hoffnungskirche zu Pankow

EB Jungfrau mit Vogel

EB Bläser

EB Zecher

Bauschmuck an den denkmalgeschützten Wohnanlagen in der Elsa-Brändström-Straße.

Frustrierte Sirenen

Dienstag, März 22nd, 2011

Physiologus sagt …, dass die Sirenen sterbliche Wesen im Meer sind, und mit süßem Gesang betören sie die, die sie hören, dass sie in einen Schlaf verfallen, sogar bis zum Tode. Halb – bis zum Nabel – haben sie die Gestalt eines Menschen und halb – bis zum Ende – die einer Gans.
(Physiologus)

Frustrierte Sirenen

There were two of them. As we approached the white breakers around the reef I saw them sit up, stretch their long spines and fix us withe their gazes. Their torsos were too long, their fingers had too many joints and their eyes were cold and green. One said something to the other in a high musical language and my eyes began to water – the other laughed and they began to sing.
(Zachary Mason The Lost Books of the Odyssey)

In der Stadtklause

Freitag, März 18th, 2011

Anhalter Bahnhof

Im Martin-Gropius-Bau sind zeitgenössische Zeichnungen aus dem MOMA. Da muss man sich vorher stärken … und wir entdeckten die Stadtklause. Leider hatten wir keinen Fotoapparat dabei, so muss der Handy-Schnappschuss des Proust-Deckentextes (direkt über Gabis Tomatensuppe und meinem Hackbraten) und der Scan der Speisekarte für die nächste Woche reichen, um die Klause vorzustellen. Im Keller gibt es noch eine Ausstellung zum Anhalter Bahnhof.

Proust

Speisekarte

Consumption Berlin 1802

Donnerstag, März 17th, 2011

Man wird zugeben, daß es fast unmöglich ist, eine ganz genaue Notiz von der Consumption einer großen Stadt zu geben.

BC + BH

An Victualien: 3376 Pfund Hamburger und anderes geräuchertes Rindfleisch, 14345 Pf. gepöckeltes und frisches Rindfleisch, 5060 Pf. Speck, 12089 Pf. geräucherte Würste, 364 Pf. Wildfleisch und Braten, 22803 Pf. Sardellen, 246 Centner Klipp- und Stockfisch, 170 Fässer Neunaugen, 4858 Tonnen Heringe, 15760 Schock Eier, 1676157 Pf. Butter, 230479 Pf. Käse.
(mehr im Berlin 1806 Lexicon von Johann Christian Gädicke)

Alexander Futran

Dienstag, März 15th, 2011

Futran 3

Und am 16. März wurde dann am Alten Markt 3, im Lokal Fuchs, von Vertretern der Arbeiterparteien USPD und KPD das »Sozialistische Verteidigungskomitee« gegründet. Vorsitzender wurde der Stadtverordnete Alexander Futran (USPD).

Futran 1

Insgesamt bestand Futrans Streitmacht aus ca. 1000 Bewaffneten. An Bewaffnung standen zur Verfügung ca. 15 leichte Maschinengewehre, 10 schwere Maschinengewehre, 1050 Karabiner, ca. 100 Pistolen, 2 Flammenwerfer und zwei Minenwerfer. Die unruhigen Tage waren begleitet von Kundgebungen auf dem Friedrich-Wilhelm- Platz (heute Futranplatz). Wenn Alexander Futran sprach, zog es zwischen 1918 und 1920 die Arbeiter in Scharen ins am Friedrich-Wilhelm- Platz gelegene Stadttheater (Klein’s Hotel). Da sich dies oftmals als zu klein erwies, standen Tausende (in Köpenick lebten damals etwa 20000 Handwerker und Industriearbeiter) davor und lauschten Futran. Der 1877 in Odessa geborene Alexander Futran war ein glänzender Redner und ein vielseitig gebildeter Mensch. Unter seiner Führung war die USPD, obwohl sie mit ihren ca. 800 Mitgliedern wahrscheinlich nicht größer war als die SPD, die kampfstärkste Partei in Köpenick.
(mehr zum Köpenicker Blutsonntag vom 21. März 1920, hier von Gerd Lüdersdorf))

Vermisster Nachbar

Montag, März 14th, 2011

Giebelrest
Köpenick

Hauswand
Friedrichshagen