… und das gleich mit drei Ausstellungen!
Wir waren in der Berliner Dependance der Nolde Stiftung Seebüll:
Mit verschnürten Händen
… und das gleich mit drei Ausstellungen!
Wir waren in der Berliner Dependance der Nolde Stiftung Seebüll:
Mit verschnürten Händen
In der EU haben Glühbirnen bald ausgedient.
Mrs. Washburn ließ jeden Dienstag und Freitag die Glühbirnen ersetzen, ob es nötig war oder nicht. … Sie mochte frische Glühbirnen. Die Bettwäsche haben wir einmal im Jahr gewechselt.
(Woody Allen in: Über dem Gesetz, unter der Matraze in: Pure Anarchie)
Den Himmel im Raum von Gregor Hildebrandt kann man jetzt in der Berlinischen Galerie bewundern.

Schallplattensäule von Gregor Hildebrandt im Rohkunstbau
Für Rohkunstbau legt Hildebrandt einen geräumigen Bodenteppich aus, der aus einem höchst ungewöhnlichen Material angefertigt ist: aus schimmernd schwarzen Kassettentonbändern. Auch schraubt sich an anderer Stelle des Schlosses eine Säule aus Schallplatten viele Meter in die Höhe. Analog zu den Atlantis-Mythen erzählen diese Arbeiten von einer untergegangenen Ära, die in unserer Erinnerung immer idealisierter erscheint. Obwohl man sie nicht wirklich hören kann, füllt die in Hildebrandts Arbeiten eingestrickte Musik den Raum, überwältigt unsere Fantasie und bringt uns zurück in die 1970er Jahre. Ein nostalgischer Traum eines anderen Lebensgefühls wird wach.
(hier)
Ein Szenarium des Grauens erwartet den Besucher in der Galerie Deschler. Überall wo man hinschaut, fließt Blut. Aus den Köpfen schöner Frauen, denen ein Blumentopf, ein Bügeleisen oder gar ein Flugzeug auf selbige gefallen sind. Aus den abgeschnittenen Daumen, die einmal dem armen Konrad aus dem Struwwelpeter gehörten. Oder aus dem überlebensgroßen Fleischwolf, in dem eine lächelnde riesenbrüstige Miss Piggy sitzt.
(Maximilian Keller in der Welt, hier)
Patricia Waller in der Galerie Deschler
Interview mit Patricia Waller in der Berlinerin
Gehäkelte Geschichte in den Kunstspaziergängen
Eigentlich warten die Herren am Club 25 auf Einlass. Heute hat es sie nach Neukölln verschlagen. Es sind Fans der Papergirls.
Subversiv, grenzüberschreitend und vor allem ungreifbar: Das sind die Attribute, mit denen man die Protagonisten der Street Art gern belegt. Doch die Zeiten, als Sprayer ihre Zeichen exklusiv in nächtlicher Anonymität eilig an Großstadtfassaden hinterließen, sind vorbei. Auch der öffentliche Raum als solcher erweiterte sich mittlerweile massiv. Und die „Urban Art“ schlägt sich inzwischen in einer Fülle von Bildsprachen nieder, die der sogenannten Hochkunst neue Impulse geben oder selbst in den Institutionen offizieller Kunstpräsentationen angekommen sind.
(Belinda Grace Gardner in der Kunstzeitung 155/Juli 2009)
Hier einige Beispiele aus der Ausstellung Urban Affairs Extended:
Muss man vielleicht mal nach Bremen? Urban Art in der Weserburg – Sammlung Reinking.
Im Ephraim-Palais sind gleich drei Ausstellungen zu besichtigen. Im Museum durfte ich nicht fotografieren, aber aus dem Museum heraus. Deshalb hier dieses schöne Bild vom kleinen Palais im Hof:
1. Etage
Werkschau von Emma Stibbon
Als die britische Künstlerin Emma Stibbon 1979 zum ersten Mal Berlin besuchte, war sie von der geteilten Stadt fasziniert. Seit 2003 beschäftigt sie sich in ihren Tusche- und Kreidezeichnungen sowie Holzschnitten mit der vereinten Stadt, die sich als Metropole ständig neu zu definieren sucht.
2. Etage
Die Sprache der Bilder
1993 gründete der Architekt Max Meid eine Stiftung zur Förderung der Buchillustration. Sie trägt den Namen seines Vaters, des Graphikers Hans Meid. Die Hans-Meid-Stiftung vergibt regelmäßig Preise und Förderpreise, herausragende Lebenswerke werden mit Ehrenmedaillen ausgezeichnet.
Zu sehen sind Arbeiten von Eckhard Froeschlin, Bernhard Heisig, Egbert Herfurth, Karl-Georg Hirsch, Horst Hussel, Kurt Löb, Rolf Münzner, Núria Quevedo, Otto Rohse, Tobias Teschner, Hans Ticha, Klaus Waschk, Jürgen Wölbing und Baldwin Zettl.
3. Etage
Tomi Ungerer
2008 erhielt Tomi Ungerer von der Hans-Meid-Stiftung die Ehrenmedaille für sein Lebenswerk. International bekannt wurde er durch seine Kinderbücher, politischen Karikaturen, Gesellschaftssatiren und erotischen Phantasien.
Die Skulpturen von Christina Doll waren eine interessante Zugabe, aber eigentlich wollten wir in die Ausstellung
Romantische Maschinen
Kinetische Kunst der Gegenwart
Die Ausstellung zeigt zeitgenössische kinetische Kunst, die das Gefühlsbetonte, Magische, Schöne, Rätselhafte und Absurde ins Zentrum stellt.
Video zur Ausstellung, gefunden bei art-in-berlin
Peter Fischli / David Weiss nach dem Motto Am schönsten ist das Gleichgewicht, kurz bevor’s zusammen bricht
Der Lauf der Dinge 1/3, 2/3 und 3/3.
Hier gibt es viele Beispiele kinetischer Kunst.
Christina Doll hat sich mit ihren monumentalen Porträtfiguren Vivi, Bobby, Elli und Herr Fuhl ganz bewusst in Bereiche der Körperlichkeit begeben, die Abseits des gängigen Schönheitsideals liegen.
…
Nach eigenem Bekunden war der kreative Ausgangspunkt dieser Werkgruppe beeinflusst durch visuelle Erfahrungen im Stadtbild Berlins. Auf der Frankfurter Allee im Ostteil der Stadt sind an einigen Stellen noch Gesimsfiguren aus den 1950er Jahren zu finden. Diese überlebensgroßen Darstellungen von Bauern und Arbeitern, die das Prestigebauobjekt der noch jungen DDR zieren, beeindruckten die Künstlerin in ihrer alltäglichen Thematik und verbanden sich mit dem bereits geweckten Interesse für den sozialkritischen Realismus der 1920er Jahre, wie er sich beispielsweise im Werk des Bildhauers Christoph Voll (1897–1939) zeigt. Christina Doll behandelt mit ihren monumentalen Porträtfiguren ein Menschenbild, das sich an den Rändern der Gesellschaft befindet und das sie mit den auf Stand- und Dauerhaftigkeit angelegten Betonplastiken in ihre Mitte holt.
(Marc Wellmann hier)

Stehende im Tuch, Robert Metzkes (1999, Bronze)
Die Franziskaner Klosterkirchenruine ist seit 1. Mai 2009 wieder geöffnet. Aktuell ist dort die Skulpturenausstellung Herberge 09 mit Werken von Rolf Biebl, Robert Metzkes, Sabina Grzimek, Stephan Kox und Roswitha Schaab zu sehen.