Im Schinkel Pavillon werden im Verlauf der
5. berlin biennale für zeitgenössische Kunst
fünf Ausstellungen gezeigt, z.B. auch Pushwagners Apokalypse Serie.
Der Bilderroman Soft City ist in den Kunstwerken zu sehen.
Im Schinkel Pavillon werden im Verlauf der
5. berlin biennale für zeitgenössische Kunst
fünf Ausstellungen gezeigt, z.B. auch Pushwagners Apokalypse Serie.
Der Bilderroman Soft City ist in den Kunstwerken zu sehen.
Wie komme ich auf Polyeder? Am Wochenende waren wir wegen Anna und Bernhard Blume im Hamburger Bahnhof. Dort hat man die Sammlung neu geordnet (RESET – Werke aus der Sammlung Marx) und in der Haupthalle ist wieder Kiefers Volkszählung zu sehen. Im Inneren der Installation befindet sich ein Polyeder, vielleicht als Behälter zur Aufnahme der Fragebogen.
Für viele Künstler waren und sind Polyeder geheimnisvolles Bildmotiv. Ihre künstlerische Darstellung ist vermutlich so alt wie die Wahrnehmung dieser Körper. Die ältesten gegenwärtig bekannten Zeugnisse sind die Schottischen Steinbälle (4000 v.Chr.).
…
In Albrecht Dürers Kupferstich Melencolia I, 1514, flankiert ein Polyeder in rätselhafter Weise den geschlossenen Kubus eines Hauses, vor dem der Engel mit gebrochenen Flügeln gedankenverloren sinniert – ein Kupferstich, der bislang noch nicht definitiv entschlüsselt und gedeutet werden konnte und darin direkt auf die Melancholie an sich und die Unabschließbarkeit von Ausdruck und Deutung von Kunst verweist, die die aufkommende Moderne kennzeichnet.
(Astrid Vogel hier)
Jürgen Flachsmeyer über Melancolia I (hier) und Bemerkungen zum Polyeder (Dürer-Kristall)
Polyeder-Skulptur Melencolia A.D. von Miguel Rothschild, 2007
Polyeder in Kunst, Natur und Kosmos
Mathematik und Kunst – Polyeder
Reine Vernunft im Hamburger Bahnhof
Photographisches Theater mit und von Anna und Bernhard Blume
Besoffene Pellkartoffeln (I. Ruthe in der Berliner Zeitung)
Die Bilder feiern das fröhliche Aufmucken der Dinge, ihre Widerspenstigkeit und ihre surreale Macht. Ganz nebenbei sticheln sie in ihrer negativen Affirmation gegen den Kanon der Nachkriegs-Kunstgeschichte. War bei Beuys die soziale Plastik politische Manifestation, Appell an den Einzelnen, kreativ aktiv zu werden, so ist der „Erweiterte Kunstbegriff“, wie die Blumes ihn ironisch und turbulent zelebrieren, eher die Persiflage des Avantgarde-Begriffs: Aber mit vollem Körpereinsatz.
Heute wurde die 5. Berliner Berlinale für zeitgenössische Kunst eröffnet. Da mussten alle Fenster geputzt werden. Inge Mahn hat eine Maschine konstruiert, die in der Emerson Gallery ausprobiert wurde.
Die Eröffnung der Biennale wurde heute mit einer Initiative von 37 Galerien in Berlin Mitte begleitet.
Bogomir Ecker bringt unsere Chronologie aus dem Takt
(Thea Herold hier)
Die Tropfsteinmaschine wird 2496 abgestellt. Am Pariser Platz können wir schon einmal einen Blick ins Jahr 2352 werfen.
Das ist der Rote Salon im Palais am Festungsgraben. Im Palais findet gegenwärtig eine vom Mitte Museum, dem Freundeskreis Otto Nagel e.V. und der Akademie der Künste getragene Otto-Nagel-Ausstellung statt.
Neben Nagels Bildern sind eine Reihe sehr interessanter Dokumente zu sehen, insbesondere auch zu seinem Wirken als Präsident der Deutschen Akademie der Künste in den Jahren 1956 bis 1962.
Mit pikant aktueller Anmutung liest man Nagels Post an Partei- und Regierungs-Obrigkeiten, in denen er sich gegen den Abriss des Potsdamer Stadtschlosses oder der Schinkelschen Bauakademie stemmt. Für die Wiedererrichtung der Quadriga auf dem Brandenburger Tor sucht er die Kooperation mit Hans Scharoun, dem Präsidenten der Westberliner Akademie-Gegengründung. Zu ihm und seiner Institution unterhält er ungeachtet der spannungsgeladenen politischen Großwetterlage kollegiale Kontakte. Ein Brief von 1960 drückt besorgte Umsicht aus, „weitere Zusammenarbeit nicht (zu) verbauen, damit unser gutes Verhältnis nicht ein Opfer des kalten Krieges wird.“
Den Gralshütern und Alleslenkern ist dieser versöhnlerische „Genosse Künstler“ längst suspekt, für die geplante Ausrichtung auf eine „sozialistische Akademie“ nicht mehr zu gebrauchen. Es war beschlossene Sache: der unbotmäßige Nagel, der sich im Januar 1961 in einem Brief an den stellvertretenden Kulturminister klassenkämpferische Briefmodelle für den Umgang mit „West-Leuten“ verbittet, soll gehen. Der Dogmatiker Alexander Abusch hat Nagel im Januar 1962 das Verdikt zu überbringen und rapportiert an „die Führung“: „Ich habe ihm gesagt, dass er in Ehren ausscheiden soll .“
(aus: Volker Müller Der gesamtdeutsche Genosse Künstler)
Agathe de Bailliencourt is a French artist born in Paris in 1974. She currently lives and works in Berlin.
Das Kunstmagazin Berlin stellt in seiner neuen Ausgabe fest, dass Berlin mit 639 Galerien (Stichtag: 19. März 2008) der wahrscheinlich größte Galerienstandort weltweit ist.
[DAM] Berlin präsentiert seit 2003 in den Räumlichkeiten in Berlin-Mitte sowohl zeitgenössische, junge Positionen als auch bedeutende Pioniere. Ihnen gemein ist die Auseinandersetzung mit digitalen Medien, mit einem breiten Spektrum künstlerischer Positionen. Weitere Komponenten des [DAM] Projektes sind das Online-Museum und der d.velop digital art award [ddaa], der seit 2005 verliehen wird.
[DAM] Berlin eröffnet das neue Jahr mit der Ausstellung nothing is real von Margret Eicher.
Gezeigt werden Tapisserien und Aquarelle, deren Inhalte im künstlerischen Arbeitsprozess als virtuelle Montagen erstellt wurden. Margret Eicher arbeitet mit einem unüberschaubaren Material von Bildvorlagen. Dabei läßt sie sich von Motiven aus der Kunstgeschichte bis zum aktuellen Tagesgeschehen, aber auch von Lifestylemagazinen, der Werbung und vielen weiteren Kommunikationsmedien wie Zeitungen, Büchern, Internet inspirieren. Mit ironischem Blick zitiert und kombiniert sie diese und stellt mit ihren Neuinszenierungen vielfältige Bezüge zu Vergangenheit und Gegenwart her.Die digitalen Tapisserien, Zitate des traditionellen Bildmediums der höfischen Gesellschaft, wurden bereits in verschiedenen Ausstellungsreihen wie z.B. „Society Dream“ oder „R:E:M rapid eye movement“ (1999 – 2005) gezeigt. Margret Eicher nutzt die Idee des einstigen Wandbehangs, um eine neue Kunstform zu etablieren. So ist der Besucher durch die Oberfläche der Kunstwerke verführt, doch bei genauerer Betrachtung eröffnet sie ihm eine kritische Sicht auf unsere Informationsgesellschaft sowie den Umgang mit Bildmedien generell.
(mehr im Pressetext)
Diese Ausstellung zeigt den Sammlungsbereich deutscher Nachkriegstendenzen vorwiegend aus dem süddeutschen Raum. Etwa vierzig Künstler der Sammlung sind diesem zuzurechnen, die Kunstgeschichtsschreibung fasst die Namen von Ackermann bis Zangs unter Rubriken wie ›Lyrische Abstraktion‹, ›Informel‹, ›Tachismus‹, ›Stuttgarter‹ und ›Karlsruher Schule‹, ›Zero‹ und ›Zen 49‹.

Herbert Egl, Verschiebung, 1999
So scheint [Herbert Egl] im Werk Verschiebung die Farben separat auf die Bildfläche aufgetragen zu haben, um sie dann mit einer Rakel über die großformatige Leinwand zu schieben, so dass sich Schlieren und Verschmierungen bilden und die Farbmassen dadurch erst zu Zwischentönen gemischt werden.
(A. Pinczewski im Katalog)
Kunst, Sex und Mathematik – was braucht man mehr?
Wir müssen unbedingt bis zum 19. April in die Linienstraße zu Barbara Wien.
Ingrid Wieners erste Schritte (Schritt 1, 2, 3, 4 und 5) auf den Weg zu Bayes sind vielversprechend.
[Nachtrag, 29. März 2008]
„Erste Schritte auf dem Weg zu Bayes“ sind schon verkauft.