Lara Favaretto baut skulpturale Sparbüchsen (z.B. spendeten wir schon in Liverpool 2016) und mit den Libellen von John Knight könnte man feststellen, ob sie ordentlich aufgestellt wurden.
Archive for the ‘Ausstellungen’ Category
Skulpturprojekte Münster 2017 (7)
Sonntag, August 20th, 2017Skulpturprojekte Münster 2017 (6)
Donnerstag, August 17th, 2017In Münster installiert Nicole Eisenman eine mehrfigurige Brunnenanlage inmitten der Promenade. Das Ensemble aus fünf überlebensgroßen Figuren aus Bronze oder Gips ist locker um ein Wasserbecken gruppiert. Die unbekleideten Figuren mit voluminösen Proportionen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen sind, nehmen unterschiedliche Haltungen ein. Erzählerische Momente begleiten die zwanglose Szenerie: Eine ihre Nacktheit selbstbewusst zur Schau stellende Figur streckt sich inmitten des Wassers dem Himmel entgegen, während die anderen um das Becken abhängen, ein Sonnenbad nehmen oder versunken ins spiegelnde Nass blicken. Aus drei Körpern rinnt Wasser, während kleinteilig modellierter Pilzbewuchs zu Füßen einer Figur sprießt. Wie der Farbauftrag in Eisenmans Bildern variiert die Textur der Figuren.
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Die Enthauptung einer Figur aus Nicole Eisenmans Skulptur-Projekte-Beitrag „Sketch for a fountain“ sorgt international für Aufsehen.
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Skulpturprojekte Münster 2017 (5)
Mittwoch, August 16th, 2017Priviliged Points von Nairy Baghramian
Die Iranerin Nairy Baghramian stellt einen Bausatz für eine Bronzewurm bereit. Auf dem Vorplatz des Erbdrostenhofs sind schon drei Teile probeweise zusammengestellt, auf dem Hinterhof liegen weitere, noch unlackierte Teile herum. Der Käufer kann das Werk vollenden lassen (oder auch nicht).
Vor zwei Jahren hat Nairy Baghramian schon einmal Priviliged Points im Neuen Berliner Kunstverein ausgestellt.
An Wänden und Böden hat Baghramian sehr sparsam drei gebogene Objekte angebracht, die entfernt an jene schwungvollen Linien erinnert, mit denen man in Texten wichtige Stellen einkreist. „Priviliged Points“, „bevorzugte Stellen“ – so der Titel – ist aber keine Installation, die Sichtbares hervorhebt, sondern bei der die Umkreisungen selbst zum skulpturalen Objekt werden, das einen durchaus auch an Linien auf Gemälden Jean Miros oder der Skulpturen Hans Arps erinnern könnte. Sie scheinen bestimmte Stellen im Raum hervorzuheben, tatsächlich aber sieht man außer ihnen selbst nichts weiter.
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Skulpturprojekte Münster 2017 (4)
Dienstag, August 15th, 2017
Nietzsche-Denkmal (H. Apelt) in Naumburg
In meinen Notizen zu einer Naumburg-Reise steht, dass mir auf dem Weg zum Hotel Nietzsche fast zum Verhängnis geworden wäre. Auf dem Neumarkt steht das Nietzsche-Denkmal von Heinrich Apelt. Das muss natürlich fotografiert werden. Dabei achte ich nicht auf den Rinnenbrunnen, der quer über den Platz verläuft. Ich knicke um, der rechte Fuß taucht schmerzhaft ins kalte Wasser. Als wir am Abend nochmals über den Platz laufen – ich zum Glück ohne Krücken – ist diese gefährliche Rinne gesichert und abgedeckt.

Nietzsches Felsen (Justin Matherly) in Münster
Nietzsches Lehre von der Ewigen Wiederklehr ist aus der kreisenden Bewegung seiner Gedanken entstanden. Ihm gelingt nicht, ihren Kreisverkehr anzuhalten und sich auf ein erlösendes Prinzip festzulegen. Warum dann nicht gleich die Bewegung der Gedanken zum Weltprinzip machen? Hier meldet sich das Thema der Erschöpfung, das sich nach einem jubelnden Akzeptieren sehnt.
(Henning Ritter)

Im Vordergrund: Unteilbares Deutschland (Anni Buschkötter, 1960)
Wie vom Himmel gefallen wirkt Matherlys Skulptur auf der Grünfläche der Promenade. An mehreren Stellen sind Brüche und Löcher im Material zu sehen. Die Gehhilfen treten mal deutlich hervor, mal verschwinden sie ganz im grauen Material. Als Readymades, Objekte aus dem alltäglichen Leben, übernehmen sie die Funktion des Sockels und sind selbst Teil der Skulptur. Mit ihnen führt der Künstler ein Maß ein, das eng mit dem menschlichen Körper in Beziehung steht. Einige der Gehböcke dieser Skulptur sind nicht neu und stammen aus der weiteren Umgebung von Münster. Trotz ihrer Massivität strahlt die Skulptur eine Leichtigkeit aus, scheint wie über der Erde zu schweben.
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Sils Maria – für Nietzsche ein Ort der Erleuchtung
Skulpturprojekte Münster 2017 (3)
Dienstag, August 15th, 2017Christian Odzuck (Jg. 1978) war nur Insidern bekannt, als ihn Kasper König von den Skulptur-Projekten nach Münster einlud. Der Düsseldorfer war genau der Richtige, denn er benutzt Bauteile von abgerissenen oder abzureißenden Gebäuden und entwickelt daraus eine neue Architektur. In Münster rekonstruierte er mitten in einer Brache die kolossale Eingangssituation mit einem übermächtigen Pylon der ehemaligen Oberfinanzdirektion. Das Ergebnis ist ein absurdes Bauwerk.
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Das Dumme ist ja, dass diejenigen Skulpturenfreunde, die das abgerissene Gebäude der ehemaligen Oberfinanzdirektion (OFD) Münster nicht kannten, nur die halbe Freude an dem Werk „OFF OFD“ von Christian Odzuck haben werden. Denn sie haben es nicht vor dem geistigen Auge, dieses 44 Meter hohe, mächtig und zugleich schlank wirkende weiße Bürohaus, das sich in Form eines Blitzes mit 150 Metern Länge durch die Grünfläche an der Andreas-Hofer-Straße zog.
(mehr hier in den Westfäälischen Nachrichten von Ellen Bultmann)
Skulpturprojekte Münster 2017 (1)
Sonntag, August 13th, 2017Zum ersten Mal besuchten wir Münster vor 10 Jahren. Von den Skulpturprojekten 2007 waren wir begeistert. Auch diesmal sind wir mittendrin, haben aber leider nur einen Tag Zeit.
Wo ist eigentlich Moores Bogenschütze vor der Neuen Nationalgalerie in Berlin geblieben? Wir haben ihn gefunden: Er steht nun in Münster vor der Galerie des Westfälischen Kunstvereins.
Hoffentlich hat man das Kunststück nur ausgeliehen. Bonin und Burr haben zur Sicherheit einen Tieflader mit einer großen Umzugskiste vor der Skulptur platziert: Bei Beendigung der Bauarbeiten an der Neuen Nationalgalerie muss „The Archer“ wieder nach Berlin zurück.
In Münster gibt es ja schon einen Moore, aber es ist trotzdem gut, dass Bonin und Burr daran erinnern, dass der Bogenschütze nur eine Leihgabe ist.
Tom Burr stellt auch im Westfälischen Kunstverein aus: Surplus of Myself
Fotogramme von Floris Neusüss
Mittwoch, Juli 26th, 2017Fotogramme von Floris Neusüss im Schadow-Haus
Rebirth from the ruins
Dienstag, Juli 25th, 2017Am 27. Juli um 16.30 Uhr eröffnet der taiwanesische Künstler Muxian Kang auf dem Potsdamer Platz seine Skulpturenausstellung „Rebirth from the Ruins“ (Wiedergeburt aus den Trümmern). Die bis zum 20. August gezeigten Plastiken bestehen aus stählernen Aufzugskabeln des „Taipei 101“.
(Berliner Woche)
Kafkas Prozess-Manuskript
Montag, Juli 17th, 2017Mehr als 100 Jahre nach seiner Entstehung wird das gesamte Manuskript des berühmten Romans von Franz Kafka „Der Prozess“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin gezeigt.
(mehr hier)
Kafkas Handschrift ist nach kurzer Eingewöhnung auch für den im Umgang mit Manuskripten ungeübten Laien recht gut lesbar. Wie bei einem Blick über die Schulter des Autors lassen sich die verschiedenen Arbeitsphasen erkennen und verfolgen. Wer Zeit mitbringt, verlebt über die Blätter gebeugt an- und aufregende Stunden. Nicht nur für Kafka-Fans ein spannende Angelegenheit.
(aus: lustauflesen von Joachim Kienbaum)
Die quälende Angst, die uns aus diesem Buch anweht, ist in manchen Augenblicken fast unerträglich; denn wie sollte man sich der Empfindung erwehren: dieses gehetzte Wesen bin ich?
(Andre Gide)
Der lange Prozess des Aufstehens hat begonnen.
( #KunstspaziergängersMorgengruß, kafkaesk)— Kunstspaziergänger (@mitue) 18. Juli 2017
Rudolf Belling im Hamburger Bahnhof
Sonntag, Juli 16th, 2017„Ob gegenständlich oder gegenstandslos, ich erlaube mir alles“, lautete Bellings Credo, der mühelos vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit, vom Futurismus zum Konstruktivismus wechselte.
(zur Ausstellung mehr hier im Tagesspiegel)
Skulpturen und Architekturen – Der Film zur Ausstellung




























