Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Kampf um Troja

Sonntag, Februar 21st, 2016

Die Münchener Ägineten mit den Ergänzungen Thorvaldsens

Im Alten Museum:
Die Giebelfiguren des Aphaia-Tempels von Ägina (um 500/490–490/480 v. Chr.) zählen zu den berühmtesten und schönsten griechischen Marmorskulpturen. 1811 ausgegraben, gehören sie seit 1827 zum kostbarsten Besitz der Münchener Glyptothek. Die sogenannten Ägineten zeigen die beiden Trojanischen Kriege: Griechen und Trojaner sind hier in heftige Kämpfe miteinander verwickelt. Die Schutzgöttin der Griechen, Athena, steht in beiden Giebeln majestätisch in der Mitte.
Der bedeutende dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen ergänzte die fragmentarischen Skulpturen ab 1815 in klassizistischem Stil.

Weißt du noch, 2008 waren wir im Thorvaldsen-Museum.

Kunst der Vorzeit

Sonntag, Februar 14th, 2016

MGB Felsbilder

Die Rückkehr der Höhlenmalerei: Der Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt „Felsbilder der Sammlung Frobenius“ und erinnert an eine vergessene Quelle der Moderne.

Schwimmer in der Wüste

Schwimmer in der Wüste

Schwimmer in der Wüste

Double Vision

Samstag, Februar 13th, 2016

Double Vision

Endlich. Botticelli-Hype ist vorbei. Wir können endlich ohne Anstehen in die Ausstellung gehen, die uns interessiert … und es lohnt sich! Double Vision.

Nashorn

Voyages Extraordinaires

Freitag, Februar 12th, 2016

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Christian Tagliavini in der Galerie Camera Work

»Voyages Extraordinaires«

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Die Serie »Voyages Extraordinaires« von Christian Tagliavini ist eine Hommage des Kuünstlers an einen der bedeutendsten Schriftsteller der 19. Jahrhunderts: Jules Verne. Über einen Arbeitszeitraum von mehr als 24 Monate erschuf Christian Tagliavini in unvorstellbarer Manier voller Leidenschaft und Liebe zur Photokunst einen Zyklus an Arbeiten, die drei der bekanntesten Romane von Jules Verne faszinierend zitieren: »Die Reise zum Mittelpunkt der Erde« (1864), »Von der Erde zum Mond« (1865) und »20.000 Meilen unter dem Meer« (1869). In emotionalen Szenerien und ergreifenden Porträts verbindet Christian Tagliavini seine prägnante Bildsprache mit der Jules-Vernesque fantastischen Science-Fiction.

Pollockmania

Montag, Januar 18th, 2016

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Da hängt sie, die legendäre Leinwand, das berühmteste, größte Werk Jackson Pollocks: lang, breit und schief. Je intensiver man auf das 605 mal 247 Zentimeter große abstrakte Gemälde blickt, desto wilder erscheinen die Kreaturen, die ihm entsteigen. Längliche schwarze Figuren, zum Leben erwachte Totems schreiten plötzlich von der rechten zur linken Seite, die schlanken Bäuche vorgewölbt. Über sie legen sich skripturale grünliche Zeichen, die ihren eigenen Tanz aufführen. Das Ganze vermengt sich zum wilden all-over-painting, aus dem signalgelbe Lichtzeichen auflodern.
(mehr hier im Tagesspiegel)

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Flavin bei Bastian

Samstag, Januar 16th, 2016

Dan Flavin

Die Galerie Bastian zeigt ausgewählte Lichtinstallationen des amerikanischen Künstlers Dan Flavin (1933 – 1996), der zu den bedeutendsten Protagonisten der Lichtkunst und des Minimalismus der Nachkriegsmoderne zählt.
Ausgangspunkt von Flavins Arbeit ist die Betrachtung der atmosphärischen und farblichen Wirkung elektrischen Lichts. Dan Flavin verwendet industriell hergestellte Leuchtstoffröhren in genormten Farben und standardisierten Maßen – ein vorgefundenes konventionelles Produkt, das er in variierenden Konfigurationen und Kontexten anordnet und damit seine ursprüngliche triviale Funktionalität neu deutet, ohne die physische Beschaffenheit zu ändern. Seine ersten Werke aus den frühen sechziger Jahren, die wir als Hommage an Künstler wie Brancusi und Tatlin verstehen können, begründen wegweisende Serien von Rauminstallationen, „Vorschlägen“ und „Situationen“ (Flavin) aus fluoreszierendem Licht. Flavin entwickelt ein System von Anordnungen elementarer Formen, die aus geradlinigen Wandobjekten bestehen. Seine Werke verändern die Wahrnehmung des Ausstellungsraumes, dessen ›Leere< sich in einer besonderen Lichterscheinung erfahren lässt. Diese illusionistische Kraft des künstlichen Lichts scheint den plastischen Charakter der Leuchtstoffröhren aufzuheben: Flavins Werke wirken wie immaterielle Erscheinungen im Raum.
(Presseinformation)

Wer spricht?

Donnerstag, Januar 14th, 2016

For WHO’S SPEAKING? Müller has conceived new versions of two figures – Hermes and Hermaphroditos – who weave a web of references and connections between the individual works, and accompany the viewer throughout the exhibition. As the voice in a new sound installation, the protagonist of a video, or as a figurative sculpture that reverses the relationship between work and viewer, these two figures from Greek mythology appear in both expected and unexpected places, and link the content of the exhibition’s two floors formally.
(more here and here)

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Michael Müllers erste institutionelle Einzelausstellung WER SPRICHT? bringt Werke der vergangenen Jahre mit eigens für die Ausstellung entwickelten Neuproduktionen zusammen, die sich auf unterschiedliche Weise der Frage nach künstlerischer Autorschaft stellen.

„Wer spricht?“ bedeutet aus Müllers Perspektive auch: „Was wird gesagt?“ und „Warum wird gesprochen?“; aber auch „Wer hört zu?“ Die gezeigten Arbeiten gehen immer wieder neu von der Frage aus, inwieweit ein Künstler in seinen Werken selbst sichtbar wird. Jedes einzelne Werk verortet sich im Spannungsverhältnis von Anwendung oder Umformung historischer wie gegenwärtiger künstlerischer Codes und den persönlichen Obsessionen des Künstlers

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Fliegende Schnecke

Der Kubist Marcel Duchamp mag nicht malen

Fliegende Schnecke

Dienstag, Januar 12th, 2016

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Nach dem Regen ging Natalie in der Nachbarschaft Schnecken suchen. Unweit ihrer Wohnung fand sie ein paar, die auf dem Gehsteig unterwegs waren, langsam wie Kometen. Sie pflückte sie und setzte sie unter einige Büsche. Den Schnecken schrumpften darüber die Fühlerantennen ein, ihr Kopf wurde rund und blind, sie duckten sich zurück in ihre Häuser. lm Grunde war ein solches Verpflanztwerden vollkommen unverständlich, nichts in ihrer Natur konnte sie darauf vorbereiten. Zuerst war man hier, dann plötzlich da, ein Glitch, ein Sprung-Fehler in der Zeit. Natalie fragte sich, ob es prinzipiell möglich war, einer Schnecke eine Wohltat zu erweisen, die diese als solche wahrnehmen und auch mit dem Spender in Verbindung bringen würde. Wahrscheinlich nicht. Sie hatten nicht viel mit uns zu tun. Natalie bedankte sich bei den Schnecken, von denen manche sich unter dem tropfenden Buschblätterdach schon wieder zu entfalten begannen, und kehrte nach Hause zurück.
(Clemens J. Setz, aus: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre)

BALAGAN

Sonntag, Dezember 20th, 2015

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„Balagan!!!” sagt man auf russisch, um eine Farce, eine schöne Bescherung, das gottloseste aller Durcheinander zu beschreiben – und das mit größter Begeisterung. „Balagan!!!“ ist auch der Titel einer großen Ausstellung (kuratiert von David Elliott), die dazu einlädt, eine allzu bekannte Welt zu entdecken, in der Chaos und Missherrschaft sowie die daraus resultierende Sozialkomödie gnadenlos ausgestellt werden. Gezeigt werden über 150 Arbeiten von 65 Künstlern aus 15 Ländern des ehemaligen Ostblocks, die eins gemein haben: Sie sind aus dem Versuch der Künstler hervorgegangen, ihr Wissen und ihre Erlebnisse mit dem Wunsch nach einer neuen, hoffentlich besseren Zukunft für Leben und Kunst überein zu bringen.
(mehr hier)

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Inverso Mundus

Ich, Menzel

Sonntag, Dezember 13th, 2015

Geboren vor 200 Jahren in Breslau (Schlesien), kam Menzel mit 15 Jahren nach Berlin, wo er zeit seines Lebens blieb. Hier wurde er zum Chronisten seiner Stadt, indem er mit Pinsel, Feder oder Zeichenstift Orte und Menschen in mal staatstragenden, mal leisen und persönlichen Bildern festhielt: in Gemälden, Druckgrafiken, Zeichnungen und Skizzen.
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Menzel
Büste Menzels von Reinhold Begas

Eine Ausstellung zum 200. Geburtstag Adolph Menzels im Märkischen Museum

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Der Münchner Verlag C.H. Beck legt pünktlich eine neue Menzel-Monografie vor, die das Zeug zum Standardwerk hat. Autor ist der Berliner Kunsthistoriker Werner Busch, ein Spezialist für die Malerei des 19. Jahrhunderts. Er scheut nicht vor der Frage zurück, welche Auswirkungen Menzels Kleinwüchsigkeit auf seine Kunst gehabt haben mag, beziehungsweise wie Menzel dieses Manko kompensierte.
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