Prager Kunstspaziergänge (6)

September 6th, 2015

Der Golem ist ab dem frühen Mittelalter in Mitteleuropa die Bezeichnung für eine Figur der jüdischen Literatur und Mystik. Dabei handelt es sich um ein von Weisen mittels Buchstabenmystik aus Lehm gebildetes stummes menschenähnliches Wesen, das oft gewaltige Größe und Kraft besitzt und Aufträge ausführen kann.
(Wikipedia)

Golem

Es heißt, Rabbi Löw habe dem Golem einen Zettel am Kopf befestigt, das „Siegel der Wahrheit“. Es soll das hebräische Wort für Wahrheit, transkribiert „emeth“ enthalten haben. Entfernte man den Zettel, erstarrte der Golem: Entfernte man jedoch nur den ersten Buchstaben, blieb das Wort „meth“ übrig: „Tod“. Der Golem zerfiel dann – es war eine Art Sicherheitsabschaltung für das Monster. Fortan patrouillierte der Riese aus Lehm durch das Judenviertel und hinderte Antisemiten mit seinen unmenschlichen Kräften an Gewaltakten und auch daran, dort tote Babys abzulegen. Jeweils am heiligen Sabbat nahm Rabbi Löw den Zettel vom Kopf des Golems ab und legte ihn damit still.
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Der Golem

From a Poem to the Sunset

September 5th, 2015

Erster Teil einer Ausstellungsreihe mit Neuerwerbungen chinesischer und internationaler Kunst

Sunset

Die Werke von Guan Xiao lassen sich charakterisieren durch zeitlich und räumlich weit auseinander liegende Referenzen, die
ästhetisch arrangiert und in ein Zusammenspiel gebracht werden. Die Installation Sunset, 2013, besteht aus einem Leuchtkasten, der die Himmelsfärbung eines Sonnenuntergangs animiert, sowie zwei humorvollen, wesenhaft anmutenden Skulpturen aus Polyurethan ummanteltem Holz, Autofelgen mit einem Google-Schriftzug sowie künstlichem Blumenschmuck.
Für Guan Xiao sind die Oberflächen der Leuchtkästen (oder auch Monitore) die eminente Schnittstelle, an welcher materielle und immaterielle, On- und Offline Welten aufeinandertreffen. Die Künstlerin inszeniert eine sinnlich ansprechende, an romantische Gefühlswelten rührende Lichtsituation, welche metaphorisch Vergangenheit und Zukunft aufeínandertreffen lässt. Die Frage nach der Bedeutung der Dinge und Bildkombinationen bleibt dem Betrachter überlassen. Wir entscheiden, was wir sehen, was wir sehen möchten und wie wir sehen. Das ist die implizierte, humanistische Botschaft der semiotischen
Kernbohrungen von Guan Xiao.

Sunset

Prager Kunstspaziergänge (5)

September 4th, 2015

Künstler und Propheten im Messepalast

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Prager Kunstspaziergänge (4)

September 3rd, 2015

A David Cerny sculpture walk in Prague

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Was ist das denn? Dort an der Regenrinne …

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Ach so, ein Embryo von David Cerny!

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10 bizarre scultures of David Cerny

Die Humorprobe

Prager Kunstspaziergänge (3)

September 2nd, 2015

Museum Kampa

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Pode Bal

While attempting to cross the Iron Curtain in August of 1986 from Slovakia to Austria, Hartmut Tautz, an East German citizen, was mutilated by “attack dogs” of the Czechoslovakian border patrol. The border guards who allowed and watched this mutilation were Ivan Hirner
and Oldrich Kovar.

Hartmut Tautz was born on 10 February 1968.
For political reasons, the Communist regime did not allow him to study music. Facing military service which he could not imagine to endure, he decided to escape from East Germany through Czechoslovakia to Austria. In the evening hours of 8 August 1986, he cut through the signal fence outside the city of Bratislava and ran towards the Austrian border through a high corn field. Two border guards set out after him, releasing two specially trained “attack dogs“ named Ryso and Roby. The shepherd dogs caught up with
Hartmut only 22 metres from the border and caused him severe wounds to the head and torso which however were not lethal. The border guards found Harmut in pain on the ground and instead of providing medical help, questioned him and searched the surroundings. When he was finally sent to hospital, it was too late. Harmut Tautz died of hemorrhagic shock in the early morning of 9 August 1986.
Nobody ever stood trial for his death.

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Denkmal für die Opfer des Kommunismus

Prager Kunstspaziergänge (2)

September 1st, 2015

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Mysteriöse Entfernungen:
Symbolismus in den böhmischen Ländern (1880 – 1914)
Eine Ausstellung der Prager Nationalgalerie im Agneskloster

Poet und Muse (Der Absinthtrinker)
Viktor Oliva, ca. 1910

Amazement
Frantisek Bilek, 1907

Der Symbolismus markiert einen Meilenstein in der tschechischen Kunstgeschichte, da sich mit dieser Strömung die Künstler erstmals internationalen Tendenzen öffneten. Damit überschritt die bildende Kunst an der Schwelle zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert nationale Schranken und wurde Teil einer mitteleuropäischen Szene.
(Prager Zeitung)

Prager Kunstspaziergänge (1)

August 31st, 2015

Schon sprang ich mit ungewohnter Geschicklichkeit meinem Bekannten auf die Schultern und brachte ihn dadurch, dass ich meine Fäuste in seinen Rücken stieß in einen leichten Trab.
(aus Kafkas Novelle „Beschreibung eines Kampfes“)

Prag 003

Das Kafka-Denkmal ist eigenartig. Der Bildhauer J. Rõna spricht zwar von einer Inspiration, die er beim Lesen der Novelle „Beschreibung eines Kampfes“ hatte, ich denke bei dem Denkmal eher an seine schwierigen Beziehungen zum weiblichen Geschlecht (Kafka und die Frauen).

Prag 001

Ein riesiger leerer Anzug kann zugleich eine unantastbare Welt sein, mit der Kafka kämpfen und dank des Schreibens ist es auch ihm ermöglicht, sich an dessen Verlauf zu beteiligen. Kafka kann gleichzeitig von ihr fortgetragen werden, wobei er denken würde, dass er sie lenkt und durch eine Bewegung den Weg zeigt.
(J. Bona)

Skulptour Berlin

August 26th, 2015

Bachelle Kopf
Dietrich Klinge (Bachelle, Detail)

In der Flickr-Gruppe SKULPTOUR BERLIN sind aktuell 8681 Fotos von 303 Fotografen – eine Fundgrube für Freunde obdachloser Skulpturen in Berlin.

Measurements of Time

August 25th, 2015

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Richard Serra (Auftragsarbeit der Hamburger Kunsthalle, 1996)

Triennale der Photographie Hamburg (3)

August 24th, 2015

Deichtorhallen, Haus der PhotographieThe day will come when man falls
Phillip Toledano und Werke aus der Sammlung F. C. Gundlach

2015082121