Posts Tagged ‘Rohkunstbau’

25 Jahre Rohkunstbau im Schloss Lieberose (III)

Montag, August 31st, 2020

Bevor wir uns im Schloss umsehen, ruhen wir uns auf dem Marktplatz von Lieberose etwas aus.

Die Ruhende
Die Ruhende (Götz Lehmann, 2002)

Im Schloss gibt es interessante Wand- und Deckenarbeiten zu sehen, hier eine kleine Auswahl:

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Tischvorlage
Tischvorlage (Christiane Möbus, 2017)

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25 Jahre Rohkunstbau im Schloss Lieberose (II)

Montag, August 31st, 2020

Werner XI. von der Schulenburg (ca. 1460-1515), der Stammvater der Lieberoser Linie der von Schulenburgs, freut sich, dass im Lieberoser Schloss der 25. Rohkunstbau stattfindet. Er war übrigens der einzig Lächelnde unter den Statuen in der Siegesallee.

von der Schulenburg

Die Familie von der Schulenburg hat von 1519 bis zur Enteignung 1945 die Geschicke der Stadt Lieberose bestimmt. Sie stammte aus der sächsischen Altmark. Als Burginhaber von Salzwedel übertrug ihnen Mitte des 13. Jahrhunderts der König eine Funktion bei der Kolonisierung des slawischen Gebietes östlich der Elbe. Vom schwarzen Ast der Familie wurden Besitzungen in Beetzendorf und Papenburg in der Altmark erworben. Ab 1472 erhielten sie in Pommern die Herrschaften Löcknitz und Penkun. In der Niederlausitz kaufte schließlich Werner XI. von Schulenburg ab 1504 erste Landgüter, die Herrschaften Lübbenau und Neu Zauche. Seine Söhne Jakob I. und Richard II. erwarben am 11. November 1519 Herrschaft, Schloss und Stadt Lübroß (Text: Freiluftausstellung).

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Rohkunstbau 25 11

Rohkunstbau 25 12

25 Jahre Rohkunstbau im Schloss Lieberose (I)

Sonntag, August 30th, 2020

Zärtlichkeit – Die Jubiläumsausstellung im Schloss Lieberose

Rohkunstbau 25 08

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Rohkunstbau 25 09

Rohkunstbau (VIII)

Montag, August 1st, 2011

Karin Sander

Im Gartensaal des Schlosses hat Karin Sander die Zeichnung des Raumes in einen Quellcode verschlüsselt und seine Zahlencodierung als ‚XML-SVG CODE‘, an die Wände des Raumes plakatiert. In gleichmäßiger Reihenfolge ziehen sich die Buchstaben und Zahlen über die Wände, sie wirken wie ein Muster. Zugrunde liegt die Idee, dass in einer architektonischen Zeichnung ein dreidimensionaler Raum ins Zweidimensionale übersetzt wird. Karin Sander kehrt diesen Effekt um.
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Rohkunstbau (VII)

Dienstag, Juli 26th, 2011

Mariele Neudecker 2

Das Spiel mit Illusion und Wahrnehmung ist charakteristisch für die Werke von Mariele Neudecker. In Glaskugeln hängen Berg-Landschaften kopfüber und spiegeln sich im trüben Wasser. Die so entstandenen Landschaftsaquarien vermitteln dem Betrachter in dreidimensionaler Anschaulichkeit den klassischen Bildaufbau von Vorder-, Mittel- und Hintergrund.

Rohkunstbau 2011 (VI)

Freitag, Juli 22nd, 2011

RKB2

Eine Skulptur hat Frank Nitsche im Wintergarten des Schlosses für den Rohkunstbau installiert: eine Säule aus leeren Getränkedosen, die sich vom Boden bis zur Decke stapeln, bunte Aufkleber beherrschen die Optik. Frank Nitsche präsentiert die Macht der Werbung und des Konsums in grellbunter Form. Verführt durch eine permanente Flut visueller Eindrücke entstehen sofort Produkt-Assoziationen beim Betrachter, bekannte Label und Slogan ergänzen das Bild einer Säule der Konsum- und Kommerzwelt, welche uns die Macht der daraus entstehenden Bedürfnisse demonstriert.

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Rohkunstbau 2011 (V)

Donnerstag, Juli 21st, 2011

MJ

Marc Brandenburg zeigt ein überlebensgroßes Michael-Jackson-Portrait: Durch Schwarzlicht illuminiert leuchtet der „King of Pop“, die Popikone der Neunzigerjahre, der eine ganze Generation durch seine Musik geprägt hat und durch seinen kontroversen Lebensstil stets zur Diskussion anregte, bevor er sein tragisches Ende fand. Der Künstler zeigt den Sänger in typischer Pose auf dem Höhepunkt seiner Karriere, bevor er sich unzähligen Operationen unterzog, um sein Aussehen zu korrigieren. Der Macht des Schönheitswahns unterlegen, entstellte sich Michael Jackson immer mehr und verlor schließlich den Sinn für die Realität. Erahnen lässt uns Marc Brandenburg dessen tragisches Ende, blickt der Sänger doch melancholisch und verloren und scheint nicht von dieser Welt zu sein.

Rohkunstbau 2011 (IV)

Samstag, Juli 16th, 2011

RKB1

Im Foyer des Schlosses präsentiert Mariana Vassileva ihre Arbeit Accelerator: Im Zentrum der Halle dröhnt der Motor eines Bugatti, bekrönt von einem futuristisch anmutenden Lichtobjekt, das von der Decke hängt. Der Motor der Luxuslimousine sowie das Leuchtobjekt korrespondieren miteinander, abhängig von der Lautstärke des Motors verändert sich das Licht, das wie eine Dornenkrone über dem Motor schwebt. Die Objekte stehen im Gegensatz zueinander: die Dornenkrone sinnbildlich für den Untergang, krönt den Motor, das Emblem für Reichtum, Geschwindigkeit und Macht.

RKB3

Rohkunstbau (III)

Freitag, Juli 15th, 2011

Judy Millar 4

Die malerischen Arbeiten Judy Millars haben starke architektonische Bezüge. Abstrakte Farbspuren schlängeln sich auf skulpturalen Papierbahnen durch die Ausstellungsarchitektur, deren Beschaffenheit wesentlichen Einfluss auf die Präsentation ihrer Arbeiten hat. Mit ihren großformatigen Farbschleifen bricht sie mit den Konventionen der Malerei und überschreitet die Grenze zur Skulptur. Es ist schwer, ihre Arbeiten als Ganzes zu erfassen, da sie keinen klassischen Bildaufbau mehr aufweisen, es fehlen vorgegebene Blickachsen, die Werke haben weder Anfang noch Ende, ihre Plastizität steht gleichberechtigt zum bildlichen Inhalt. Einen Kontrast hierzu bilden ihre aktuellen kleinformatigen Arbeiten: Düster, in monochromem Sepia, wachsen aus grob gespachteltem schwarzen Grund frei gekratzte Spuren die sich in kontrastiver Dynamik aus diesem zu befreien scheinen und sich zu abstrakten Formen aufbauen.

Judy Millar 3

Rohkunstbau 2011 (II)

Mittwoch, Juli 13th, 2011

Wanne voll 2

Für Rohkunstbau hat Oswaldo Maciá eine neue Raum- und Klanginstallation Under the Horizon entworfen. Aus einer zentral im Raum positionierten Badewanne läuft eine schwarze Flüssigkeit, deren Geruch dem Besucher beim Betreten des Raumes entgegenschlägt. Sie tropft über den Rand der Wanne und fließt ab, um sich wieder in diese zu ergießen. Dazu ertönen leise Wassergeräusche. Die Wanne hat der Künstler auf einem weißen Sockel platziert, sodass der obere Wannenrand der Augenhöhe des Betrachters entspricht. Der Künstler präsentiert einen Kreislauf, nimmt Bezug auf die unaufhaltsamen Fluten des Rheins, der in seinen Tiefen das Rheingold verborgen hält – symbolisiert hier durch die undurchsichtige schwarze Flüssigkeit.

Wanne voll 1