Die Späthsche Gärtnerei wurde 1720 gegründet. Das war vor dem Halleschen Tor auf dem Johannistisch. Den Straßennamen „Am Johannistisch“ gibt es immer noch.
Des ersten Späths Sohn Carl hat 1760 die Gärtnerei auf ein größeres Grundstück in der Köpenicker Straße 154 verlegt. Die Gärtnerei wurde von Ludwig, Carls Enkelsohn, erheblich erweitert. Ludwig Späth kaufte auch vorausschauend jenes Gelände in Baumschulenweg.
(Infos aus Pompluns grossem Berlin Buch)
Archive for the ‘Berlin’ Category
Späth in Baumschulenweg
Donnerstag, April 19th, 2012Seelenküche
Samstag, April 14th, 2012Die Seelenküche, ein kleines orangefarbenes Holzhäuschen, liegt zwischen Gartenkolonien und Waldstücken im Königsheideweg. Die Gäste sitzen an dunkelbraunen Holztischen oder der liebevoll verzierten Theke. Ein wenig erinnert die Einrichtung an eine Vereinskneipe. Doch statt Pokalen und Wimpeln hängen an den Wänden Fotos und Gedichte von Jim Morrison. Eines der Fotos zeigt ihn 1968 in einem Frankfurter Fotostudio, ein anderes in seinem blauen Ford Mustang. Die Fotos sind Sammlerstücke, sagt Jürgen Schuschke: „Viele sind aus der Privatsammlung von Rainer Moddemann. Er ist der Herausgeber vom Doors Ouarterly Magazine und ein Freund von mir. Rainer hat die Doors noch persönlich getroffen. Seine Fotos hat bisher kaum jemand gesehen.“ Auszüge aus Jims Notizbuch, den Polizeibericht über seinen Tod, ein Originalautogramm von Ehefrau Patricia Kennealy und ähnliches kann man in der Seelenküche bestaunen. Oder einfach den Songs der Band lauschen.
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April
Mittwoch, April 4th, 2012Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern
schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er
leer war,-
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.
Alle Geräusche ducken sich ganz
in die glänzenden Knospen der Reiser.(Rainer Maria Rilke, Buch der Bilder, 1902)
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Dienstag, April 3rd, 2012Pussy
Sonntag, April 1st, 2012Musikalischer Dichter
Mittwoch, März 28th, 2012Dichter
Ich hab schon lange nichts mehr geschrieben
Und sollte mir langsam Sorgen machen.
Wo ist meine Kreativität geblieben?
Oder kann ich auch mal drüber lachen?
Ein Text, ein Lied, mir abgerungen,
Bringt manchen Gewinn, auch unbenannt:
Sehr schön, grandios, wirklich gelungen.
Vorausgesetzt, es wird bekannt.
Oder man nimmt es spöttisch auf:
Nicht so viel Pathos, bisschen schlichter.
Oder abschätzig gar, setzt noch einen drauf:
Ein spät berufener Laiendichter.
Noch schlimmer ist, es nicht zu beachten.
Tut man nur so, ist man im Hader?
Als Dichter und Denker den betrachten?
Der hat doch für Lyrik überhaupt keine Ader.
Sind abgestumpft, gehen blind durchs Leben,
Oder sind einfach noch viel zu jung,
Das wird sich später vielleicht geben,
Manchmal gelingt ein Quantensprung.
Am allerschlimmsten aber ist
Selbstzweifel an meinen Sachen.
Hat mich die Muse je geküßt?
Oder kann ich auch mal drüber lachen?(Jürgen Berlin)
George Tabori
Dienstag, März 27th, 2012Eine Gedenktafel von Mátyás Imre Varga für George Tabori (Schiffbauerdamm 5/6)
Emmauskirchhof
Sonntag, März 25th, 2012Die andere Hürde – Bereitstellung eines Friedhofs – wurde genommen, indem die Gemeindeorgane von St. Thomas am 18. Juni 1886 beschlossen, der neu zu gründenden Gemeinde eine Abfindungssumme von 100.000 Mark „zum Zwecke der Erwerbung eines eigenen Kirchhofs“ zu zahlen. Ein Beschluß, den die Gemeindevertreter wohl nur mit Zähneknirschen gefaßt haben mögen, denn noch Jahre später klagen die Synodalen von St. Thomas darüber, wie sehr diese Abfindung die Gemeinde in Finanznöte gebracht habe. Emmaus erwarb dann tatsächlich innerhalb ungewöhnlich kurzer Zeit – schon im April 1888 – eigenes Friedhofsland: einmal 6,522 ha „von dem Landwirth Otto Gustav Franz Niemetz zu Rixdorf“ zum Preise von 80.465 Mark und 6,416 ha „von den Eheleuten Bauer Friedrich Wilhelm Lehmann und Auguste Regine, geh. Fuhrmann zu Rixdorf“ zum Preis von 90.460 Mark. Bereits am 18. November 1888 wurde der Kirchhof mit der ersten Bestattung feierlich seiner Bestimmung übergeben.
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Grabstätte Grauenhorst auf dem Emmauskirchhof
Paul Grauenhorst (1845 – 1906) war der erste Pfarrer der Emmaus-Gemeinde.
Das Porträt-Tondo ist wahrscheinlich von Richard Anders (1853 – 1917).
Das Ende des Tacheles
Freitag, März 23rd, 2012Das Ende des Tacheles naht: Erste Ateliers wurden versiegelt. Etwa 30 Polizeibeamte und ebenso viele Securitys einer privaten Sicherheitsfirma sperrten gestern das Haus in der Oranienburger Straße in Mitte. Dabei kam es auch zu Rangeleien, einzelne Künstler wurden nach Angaben von Augenzeugen aus dem Gebäude getragen. Vor dem verschlossenen Tor standen am Donnerstagnachmittag finster dreinblickende Securitys, auf dem Bürgersteig protestierten KünstlerInnen und etwa 100 UnterstützerInnen mit Vuvuzelas und Gesang.
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Unterstützer des Tacheles haben heute erneut gegen eine mögliche Räumung des Kunsthauses in Berlin-Mitte demonstriert.
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