Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Untitled

Dienstag, November 16th, 2010

Einem Werk einen Titel zu geben, der gleichzeitig seine Abwesenheit behauptet, ist eine beliebte künstlerische Strategie. Seit den 1970er Jahren ist Untitled der am häufigsten verwendete Titel zeitgenössischer Kunst überhaupt.
Angesichts der Geschichte der Nicht-Titel im 20. Jahrhundert, stellt sich die Frage, wie Künstler_innen der Gegenwart Titel, die behaupten, keine zu sein, einsetzen. (mehr hier)

Untitled

In der Ausstellung Untitled (Ohne Titel) des Realismusstudios der NGBK sind zehn zeitgenössische Künstler vertreten. Darunter Friederike Feldmann, deren zweieinhalb mal dreizehn Meter großes Transparent außen am Gebäude in der Oranienstraße für Verwirrung sorgt: Es ist etwas mit schwarzer Handschrift darauf geschrieben, aber man kann es nicht lesen.

itinera litterarum

Samstag, November 13th, 2010

Itinera Litterarum

Auf Schreibwegen mit Wilhelm von Humboldt

Es sind Schaufenster in die Welt der Humboldts; Arrangements von Schriften, Briefen, Buchfragmenten, Akten und Urkunden, die zum Entziffern einladen. Die Ausstellung „itinera litterarum – Auf Schreibwegen mit Wilhelm von Humboldt“ von Ruth Tesmar, Universitätszeichenlehrerin und Leiterin des Menzel-Dachs, umfasst 22 Assemblagen. Mittels Faltungen alter handgeschöpfter Papiere und sich überlagernder handgeschriebener Texte hat Ruth Tesmar faszinierende graphische Muster geschaffen, die die Erinnerung an eine fast verloren gegangene Kultur lebendig halten: die Briefkultur.
(mehr hier)

Itinera Litterarum

Raumgänger

Freitag, November 12th, 2010

Saalbau Neukölln

Eine Ausstellung von Susanne Britz in der Galerie im Saalbau

Raumgänger

Nicht ohne ironischen Unterton werden menschliche Verhaltensweisen im städtischen Leben dargestellt. Dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht, erschließt sich erst bei genauerem Betrachten der Arbeiten: Eine Frau saugt mit einem Staubsauger ein Rasenstück, eine junge Frau zieht einen auf Rollen fixierten Heizkörper wie einen Hund hinter sich her. Das rätselhafte Verhalten der Protagonisten trägt skurrile Züge und ist ein humorvolles Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion.
(Barbara Auer, Katalog Emy-Roeder-Preis 2008)

On Street

Freitag, November 5th, 2010

Peter Lindbergh

Peter Lindbergh bei C/O im Postfuhramt

Weltwissen

Mittwoch, November 3rd, 2010

Weltwissen

300 Jahre Wissenschaften in Berlin

In der Ausstellung „WeltWissen“ steht Dutschkes Lederjacke für die 68er-Bewegung, die in der Freien Universität in West-Berlin ihr aktivstes Zentrum hatte.

Wie bloß kam Rudi Dutschkes Lederjacke ins Heimatmuseum Luckenwalde? Das ist eine der vielen Fragen, die diese enorme, in ihrem Materialreichtum schier unerschöpfliche Ausstellung aufgibt. Während die berühmte Strickjacke, mit der Bundeskanzler Kohl im Juni 1990 Gorbatschow im Kaukasus zur Erlangung der Wiedervereinigung einkuschelte, einen Ehrenplatz im Haus der deutschen Geschichte in Bonn erhielt, strandete die Revolutionärskluft des gewiss nicht minder epochalen Dutschke in seinem Geburtsstädtchen in der ostdeutschen Provinz. Dort, wo Dutschkes Wirken und Ideen zu seinen Lebzeiten nie hinkamen, während er die Bundesrepublik gründlich veränderte, dort hält nun die historische Reliquie ihren musealen Dämmerschlaf.
(mehr von S. Preuss in der Berliner Zeitung, hier)

Dutschke

CAMERA WORK presents

Dienstag, November 2nd, 2010

FACE/project
Tina Berning und Michelangelo di Battista

Galerie Camera Work

Pierre Soulages

Montag, November 1st, 2010

Pierre Soulages

Kaum kommen wir aus dem Martin-Gropius-Bau sehen wir noch ein Werk von Pierre Soulages an einer Brandwand.

Fassade

Futterstelle

Markgraf Johann II.

Freitag, Oktober 29th, 2010

Die steinernen Überreste der Siegesallee in Berlin
Die Denkmale sind in diesem Jahr vom Lapidarium in die Zitadelle Spandau umgezogen.
In den vergangenen Jahren habe ich ab und zu einige Figuren vorgestellt, z.B.
Der Bildhauer Reinhold Felderhoff,
Puppenklinik Spandau ,
Adolf Brütt und
in den (alten) Kunstspaziergängen gab es eine 16-teilige Serie, hier beginnend.

Markgraf Johann II.
Markgraf Johann II., Reinhold Felderhoff

Bei der Gestaltung des Markgrafen hatte Felderhoff völlig freie Hand, da – abgesehen von der Körpergröße [er soll von kleiner Statur gewesen sein] – individuelle Merkmale nicht überliefert waren. Gerade bei diesem Punkt aber erweist sich die vorgeschriebene Einheitshöhe der Standbilder als fragwürdig, da sie das einzig verbürgte Merkmal des Grafen nivelliert.
(aus: Uta Lehnert Der Kaiser und die Siegesallee, 1998)

Markgraf Johann II - Detail

Ernst Leonhardt

Mittwoch, Oktober 27th, 2010

retrospektiv 2010 in der Zitadelle Spandau

Leonhard

Seine Bilder sind expressionistisch-kantig, doch seine Skulpturen sind rund: Ernst Leonhardt, der im Oktober 75 Jahre alt wird, ist gefragt als Maler und Bildhauer.
Ihre Figuren sind nach heutigem Empfinden dick – stört Sie das?
Nein, das ist notwendig. Der Schlankheitswahn und die von Bulimie gezeichneten, mageren Models sehen doch nicht nach Lebensfreude aus.
Mögen Sie dicke Frauen?
Gut, meine eigene Frau ist schlank. Aber das besagt nicht, dass ich nicht lieber eine dickere Brust als eine kleine mag. Und dass allen jungen Leuten empfohlen wird, dünn zu sein, weckt bei mir Aggression.
(hier entnommen)

Brunnenfigur

Berlins vergessene Mitte

Sonntag, Oktober 24th, 2010

Vergessene Mitte 1

Berlins vergessene Mitte ist bestimmt eine interessante Ausstellung, leider war es für uns zu voll. Ich mag es nicht, von Bild zu Bild geschoben zu werden. Da müssen wir wochentags noch einmal hin. Der Katalog ist jedenfalls sehr informativ.

Ein bisschen schizophren waren die Berliner schon immer. Fast zwei Millionen Besucher strömten im Sommer 1896 in die Berliner Gewerbeausstellung nach Treptow. Auf 30 000 Quadratmetern konnten sie „Alt-Berlin“ bewundern, 120 Gebäude inklusive Stadttor, Rathaus, Straßen und Plätzen: Berlin anno 1650, eine nostalgische Simulation just zu dem Zeitpunkt, als man die reale Altstadt Straßenzug um Straßenzug begradigte, verkehrsbeschleunigte und abriss.
(Text: Tagesspiegel, M. Zajonz)

Vergessene Mitte 2
Berlins vergessene Mitte heute – Brüderstraße