Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Apfelgriebsch

Samstag, Januar 19th, 2008

Der private Kunstverein EL SOURDOG HEX e.V zeigt noch bis zum 23. Februar Arbeiten von Claes Oldenburg.

Apfelgriebsch


Ich bin für eine Kunst, die aufwächst, ohne zu wissen, daß sie Kunst ist, die die Chance hat, bei Null anzufangen.
Ich bin für eine Kunst, die sich mit dem alltäglichen Müll auseinandersetzt und aus diesem Kampf dennoch siegreich hervorgeht.

(Claes Oldenburg in Store Days, New York 1967)

Hans Poelzig

Donnerstag, Januar 17th, 2008

Hans Poelzig (1869 bis 1936)
Architekt Lehrer Künstler
Ausstellung in der AdK am Hanseatenweg (nur noch bis zum 20. Januar!)

Hans Poelzig gehörte zu den prägenden Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts in Berlin. Mit seinen Planungen zum Messegelände und dem Haus des Rundfunks, zum Kino Babylon und der Wohnbebauung rund um den heutigen Rosa-Luxemburg-Platz hat er sich wie wenige andere in die Physiognomie der Stadt eingeschrieben. Hinzu kommt seine Bedeutung für Film und Schauspiel im Berlin der zwanziger Jahre: Er war der Architekt des Großen Schauspielhauses für Max Reinhardt und einer der bedeutendsten Architekten früher Stummfilmsets (mehr hier)

Luxemburgplatz

Bei der Umgestaltung des Scheunenviertels entstand von 1927 bis 1928 nach Plänen des Architekten und Vorsitzenden des Werkbundes Hans Poelzig das Kino Babylon. Es is eines der wenigen erhalten gebliebenen Zeugnisse seiner Baukunst in Berlin (Berliner Gedenktafel am Kino).

Heinrich Zille

Montag, Januar 14th, 2008

Zum Nußbaum

Zum Nußbaum

Zum 150. Geburtstag von Heinrich Zille wurde eine Skulptur im Nikolaiviertel enthüllt.
In der AdK am Pariser Platz und im Ephraimpalais findet die Ausstellung Heinrich Zille – Kinder der Straße statt.

In der Kunstbibliothek

Samstag, Januar 5th, 2008

Form aus Licht und Schatten
Heinz Hajek-Halke in der Kunstbibliothek

Form aus Licht und Schatten

Ich war Kunstdünger für meine Zeit, auf dem vieles weiter wachsen konnte und auch wuchs. Das genügt mir. Mehr war aus meiner Begabung nicht herauszuholen. Es kann nicht jeder ein Rembrandt oder Goethe sein. Zu einer so zurückhaltenden Selbsteinschätzung sind heute nicht mehr viele fähig – und Heinz Hajek-Halke (1898-1983) hätte sich bei derlei Bildern vom Säen und Ernten durchaus als derjenige bezeichnen dürfen, der bei der Urbarmachung der modernen Fotografie entscheidend mitgewirkt hat. Mit der sogenannten „Combi-Photographie“ (mehrere Negative ergaben im Sandwich-Verfahren einen Abzug) erfand der Berliner ein Verfahren, das sich an den neuen Montage-Möglichkeiten des Films orientierte – und Fotos so innovativ mit Grafik und Text verband, wie die Magazine der Weimarer Republik es sehen wollten.
(mehr hier von C. Böker)

Die üble Nachrede

»Die üble Nachrede« von 1932, eine seiner bekanntesten Doppelbelichtungen, entstand aus der Sandwich-Kombination einer Straßenszene – aus einem Haus heraus hatte Hajek-Halke in steiler Perspektive von oben herab einen sich auflösenden Begräbniszug fotografiert – mit einem weiblichen Torso. Gewinnt schon das Straßenfoto durch kühne Verknappung an Prägnanz, so wird erst durch den Akt, der sich schemenhaft über den Asphalt legt, daraus eine Bilderzählung, die im Zusammenhang mit dem Titel eine ganze Assoziationskaskade auslösen kann.
(mehr im Museumsjournal)

Vorfreude auf Vedova

Freitag, Januar 4th, 2008

In der Berlinischen Galerie wird gegenwärtig eine Retrospektive Emilio Vedovas vorbereitet, die ab 24. Januar zu sehen sein wird.

Das ist Anlass für das Feuilleton der Berliner Zeitung sich vorab auf die Spuren des 2006 verstorbenen Malers in seine Heimatstadt Venedig zu begeben (hier: Der Ungeduldige von Le Zattere von I. Ruthe).

Es dauert eine kleine Ewigkeit, bis das Wasserboot von der Station Arsenal ablegt und auf die Le Zattere-Seite zusteuert, dorthin, wo auf der malerischen Halbinsel Santa Maria della Salute thront und trotz ihres Baugerüstes zeitlose Schönheit verkündet. Ein Stück geht es durch die engen Gassen hinter der barocken Kirche – Richtung Emporio dei Sali (Altes Salzlager) und vorn am Wasser, am Ponte dell’ Umiltà, reckt sich ein altersschwaches hohes Haus mit oleanderbewachsenem Dachgarten in den kaltblauen Himmel. Hier befindet sich die Stiftung Emilio und Annabianca Vedova.

Seiner Wahlheimat [Berlin] hatte Vedova ein ausladendes Gastgeschenk hinterlassen: Das „Absurde Berliner Tagebuch„, bestehend aus einer gewaltigen Installation – informelle, gestisch abstrakte Malerei auf riesigen Holztafeln.

Absurdes Berliner Tagebuch

Jörn Merkert schreibt in Kunst die in Berlin entstand zu dieser Installation:

Eines der Geheimnisse, warum Venedig so unvergesslich fasziniert, liegt wohl darin, dass der Besucher immer mitten in einem Kunstwerk steht – einem Gesamtkunstwerk, zu dem auch banale Alltäglichkeiten gehören, die als unverbrüchlicher Teil von Kunst und Geschichte in der Gegenwart gelebt werden. Was für ein Kulturschock muss es für Vedova gewesen sein, als Sohn der funkelnden und bröckelnden Serenissima 1964 in Berlin dem »ständigen Zusammenprall gegensätzlicher Situationen« ausgesetzt zu sein, »randvoll mit mancherlei Ängsten, gestern, heute, mit latenten Vergesslichkeiten, voller Mehrdeutigkeit, angefüllt mit anachronistischen Melancholien, überhitzten Antagonismen«: die Ruinenfelder der Stadt, das künstlich erblühende Westberlin, die Mauer, die Erinnerungen. 1960 als Idee für ein Bühnenbild zu Luigi Nonos Oper »Intolleranza« entwickelt, fanden die Plurimi – frei im Raum stehende und hängende wüste Bildtafeln mit explosionsartiger Malerei – in Berlin zu ihrem eigentlichen Sinn. Auch hier steht der Betrachter nicht mehr vor, sondern mitten im Bild. Berlin a la Veneziana.

Hinter dem Gießhaus 1

Donnerstag, Januar 3rd, 2008

Am Anfang war ein Wettbewerb.
Jetzt ist das Haus Hinter dem Gießhaus 1 nach dem Entwurf von David Chipperfield fertig.

Bastion Bastian

Heute haben wir das Haus besucht. Hier der Blick aus dem Treppenhaus zur Baustelle des Neuen Museums.

Inselblick

Der Galerie Contemporary Fine Arts stehen auf den ersten zwei Etagen ca. 700 qm zur Verfügung. Dort findet noch bis zum 12. Januar die Eröffnungsausstellung Es ist doch der Kopf mit Skulpturen und Zeichnungen von Walter Pichler statt.
In der dritten Etage sind die Bastian-Schauräume, dort sind gegenwärtig einige Arbeiten von Damien Hirst ausgestellt.