Archive for the ‘Ausstellungen’ Category

Manifesto

Donnerstag, Juni 23rd, 2016

„Manifesto“ ist ein Kunstprojekt des Videokünstlers Julian Rosefeldt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk. Cate Blanchett verkörpert dabei in zwölf Episoden höchst unterschiedliche Frauen, die Künstler-Manifeste in verschiedenen Lebenssituationen darbieten.
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Manifesto 1

Manifesto 2

Im Museum Hamburger Bahnhof in Berlin wird jetzt Rosefeldts grandiose Filminstallation „Manifesto“ (2014/15) gezeigt, die mit den aufwendigen Kostümen und verschiedensten Bühnenbildern – von Tanzpalästen und Friedhöfen bis zu postapokalyptischen Monumentalbauten reicht die Auswahl der Kulissen – wie die Quersumme aller rosefeldtschen Kinoliebe wirkt.
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Kunstspaziergänge – München und Umgebung (10)

Mittwoch, Juni 22nd, 2016

Sorolla in der Kunsthalle München

Mit seinem unverwechselbaren Stil, der sich durch kompositorische Kraft, eine sichere, lockere Pinselschrift und eine außergewöhnliche Farbigkeit auszeichnet, trug er zur Entwicklung eines Naturalismus bei, der den Glanz und die Lichthaltigkeit des Impressionismus mit der zeichnerischen Sicherheit, der kompositorischen Festigkeit und der malerischen Eleganz der alten Meister, etwa der von Diego Velasquez, vereint.
(Blanca Pons-Sorolla im Katalog zur Ausstellung)

Sorolla Katalog

Zu versuchen, etwas zu begreifen, ist unermesslich anstrengender als verwirrt zu bleiben. Bloß geben wir das häufig nicht zu. Sind wir in einem Museum, loben wir erst mal alles, was nicht Wand ist, und manchmal auch die Wand.
(Saša Stanišic in „Mo und ich für die Dauer der Reise“ in „Fallensteller“, Luchterhand 2016)

In der Sorolla-Ausstellung sind wir zum Glück nicht auf uns allein gestellt. Bis zum Schluss haben wir es nicht glauben wollen, aber Frau Thiel war wirklich nur für uns da (Vielen Dank noch einmal an die großzügigen Spender). Ihre Führung und ihre Begeisterung für die Malerei Sorollas ist ansteckend. Natürlich haben wir den Katalog gekauft, um die vielen Hinweise zu Sorollas Maltechnik (Sorollismo) in Ruhe nachvollziehen zu können.
Ich habe es befürchtet, eine Kunstreise heckt die nächste. In Madrid gibt es das „Museo Sorolla“ und in New York „The Hispanic Sciety of America“ mit Sorolla satt.
Kein Museum in Deutschland besitzt einen Sorolla, dabei bewies Hugo von Tschudi durchaus Gespür, als er schon 1896 und dann noch 1902 jeweils ein Sorolla-Gemälde für die Nationalgalerie in Berlin erwarb. Diese Werke wurden aber schon 1929 von Ludwig Justi wieder verkauft, um Mittel für den Ankauf eines van Gogh zu erhalten. Hätte man damals diesen Verkauf nicht zugelassen, würden heute in jedem deutschen Wartezimmer Sorollas statt van Goghs hängen. Unsere persönliche Fachfrau weist uns auf eine Besonderheit in der Malweise von Sorolla hin. Kurz bevor er ein Werk vollendete, ging Sorolla ein, zwei Schritte zurück, überlegte kurz, sättigte den Pinsel noch einmal, für dieses Bild zum letzten Mal mit leuchtender Farbe und fügte dann blitzschnell noch vier, fünf Punkte oder einige kurze Striche hinzu.

Sorolla Ende eines Arbeitstages 1900

Ach, und dann sind da noch die Ohren des Fischers am „Ende eines Arbeitstages“, die schönsten, in kräftigem Rot leuchtenden Ohren der Kunstgeschichte.

Auch das „Ende eines Arbeitstages. Jávea“ sehen wir wohl durch eine touristische Brille, wenn im Hintergrund der beiden Fischer, die ihre Jolle an Land ziehen, die Steilküste im Abendlicht glüht und das Meer nur so im Auge prickelt vor saftigen Blau- und Gelbtönen.
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Kunstspaziergänge in München und Umgebung (8)

Dienstag, Juni 21st, 2016

I am Thyrsis of Etna
Cy Twombly im Hamburger Bahnhof

Im Museum Brandhorst entdecken wir Cy Twombly neu. Allein diese Ausstellung wäre die Münchenreise wert gewesen. Der Lepanto-Raum ist umwerfend. Gabi und ich können jetzt das Glücksmoment einer Französin nachvollziehen, die eines der wandfüllenden Werke von Cy Twombly küssen musste. Die Entfernung des Lippenstifts kostete 4500 Euro.

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Der Autor des „Don Quijote“, Miguel de Cervantes, der auf einem der genuesischen Schiffe Dienst tat, beschreibt die Schlacht von Lepanto in seiner Dramatik und mythenbildenden Kraft: „Kaum ist einer dort gefallen, so nimmt ein anderer seinen Platz ein, und stürzt auch dieser ins Meer, das auf ihn als der Tod lauert mit all der Rüstung, so folgt ihm ein anderer, ohne nur dem Sterbenden Zeit zum Sterben zu lassen.“ Cervantes selbst, dem eine Kugel die linke Hand zerschmettert hatte, nannte sich seitdem stolz „el manco de Lepanto“, den „Krüppel von Lepanto“.
(aus: Cy Twombly – Lepanto.
Ein Beitrag zur Eröffnung des Museums Brandhorst
von Carla Schulz-Hoffmann)

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Kommunale Galerien in Berlin (2)

Donnerstag, Juni 9th, 2016

Auf dem Weg ins TEMPELHOF MUSEUM

Wir steigen in Tempelhof ein. Die U-Bahn nach Alt-Mariendorf ist ziemlich voll. Ein Mann telefoniert lautstark. Bei der letzte Station vor Alt-Mariendorf wird unser Waggon leer, auch der Schreihals ist ausgestiegen. Wir sind allein. Ruhe. Plötzlich bestätigt eine Frau direkt hinter uns sitzend sehr laut, dass wir nun allein im Waggon seien. Endlich Stille, sie hasse dieses laute Gequatsche.

[Die künstlerische Arbeit von Maria und Natalia Petschatnikov] basiert auf einer subjektiven Interpretation der Realität. Das scheinbar Unwichtige, Nebensächliche, Zufällige hat als Spiegelung sozialer und historischer Tendenzen größte Bedeutung für ihr Werk. Mit Fantasie, Witz und Hintergründlichkeit werden dem Alltag überraschend neue Perspektiven entlockt. Aus gewöhnlichen Dingen werden außergewöhnliche Arrangements mit neuen Bedeutungsschichten.
(aus der Presseinformation)

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Galerie im Tempelhof Museum

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Collecting the City
Eine Installation von Maria und Natalia Petschatnikov

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DMY – ODYSSEE 2016

Sonntag, Juni 5th, 2016

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International Design Festival Berlin.

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Cee Cee Lessons

ICH BIN EIN GROSSER FREUND VON FEHLERN UND MAKELN. ES GIBT KAUM ETWAS SCHÖNERES, ALS DIE INDIVIDUELLE PATINA HERAUSZUKITZELN UND EIN MATERIAL RICHTIG HERAUSZUFORDERN.
(Rainer Spehl in Lesson 3)

Kommunale Galerien in Berlin (1)

Samstag, Juni 4th, 2016

RED LIPS
mit Arbeiten von
Dorit Bearach, Marguerite Blume-Cárdenas, Anne-Françoise Cart, Christine Düwel, Maria Luise Faber, Karla Gänßler, Marianne Gielen, Catrin Große, Sylvia Hagen, Christine Hielscher, Gudrun Kühne, Sophie Natuschke, Ulrike Rosenbach, Jutta Schölzel, Sabine Slatosch, Karin Tiefensee, Astrid Weichelt

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Alte Schule Adlershof

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Welt am Draht

Donnerstag, Juni 2nd, 2016

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Meine erste Stadtwanderung als einer, dem täglich jede Menge Freizeit zur Verfügung steht, endet in einer Explosion.

Explosion

Wie konnte das passieren? Ich bin einfach nur von Raum zu Raum gegangen. Wahrscheinlich hat das GPS Kontakt zu meiner Phantasie aufgenommen.

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In einem zweistöckigem Flachbau in der Leipziger Straße (war da früher einmal das tschechische Kulturzentrum?) befindet sich seit heute die JULIA STOSCHEK COLLECTION mit der Ausstellung „Welt am Draht“. Der Ausstellungstitel geht auf einen Fernsehfilm von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahre 1973 zurück, ein geistiger Vorläufer der Matrix-Filme. Die Handlung des Films basiert auf dem Roman SIMULACRON-3 des Amerikaners Daniel F. Galouye.

In der Ausstellungszeitung wird die Romanhandlung kurz umrissen:
Am Institut für Kybernetik und Informationsprozesse bleibt nichts dem Zufall überlassen. Es wird dort eine computeranimierte Welt eingerichtet, in der sich wirtschaftliche und soziale Entwicklungen simulieren lassen. Der Großrechner SIMULACRON kann einen Ausschnitt der Realität mitsamt ihren Bewohnern simulieren. Die simulierten Personen haben zwar ein eigenes Bewusstsein, jedoch keine Ahnung, dass sie nur Teil einer virtuellen Realität sind.

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Denkmal ohne Pass

Mittwoch, Juni 1st, 2016

Kwiekulik

Bei ZAK | BRANICKA wurde im April/Mai „Das Denkmal ohne Pass“ des Künstlerduos KwieKulik (Zofia Kulik, Przemyslaw Kwiek) präsentiert. Gezeigt wurden Fotoserien und Videos von KwieKulik, in welchen es vor allem um die Kritik am repressiven Staat geht. Das Hauptthema ist die persönliche und soziale Freiheit, aber auch die Reise- und Meinungsfreiheit. Die gezeigten Arbeiten, obgleich überwiegend in den 1970-er Jahren entstanden, erfreuen sich auch heute noch allergrößter Aktualität und verdeutlichen, dass sich Geschichte wahrhaftig wiederholt.

Ergänzung 4. Juni 2016:
Ich lese gerade auf der Facebook-Seite von ZAK I BRANICKA:
If you are in Berlin for the Biennale, don’t miss the chance to visit us! The show „The Monument Without a Passport“ by KwieKulik will run until July 30, 2016

enthüllt.

Samstag, Mai 21st, 2016

Ausflug Spandau 13

Berlin und seine Denkmäler

Enthüllt 04

Enthüllt 05

Enthüllt 06

Diango Hernandez

Montag, Mai 16th, 2016

Diango Hernandez in der Galerie \ Barbara Thumm

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