Berliner Gerichtslaube im Park Babelsberg

August 8th, 2016

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Es war einmal, an der wichtigsten Kreuzung der Stadt, ihr ältester profaner Steinbau, genannt Gerichtslaube. Er stand seit dem Mittelalter für die Souveränität der Bürgerstadt. Wurde später verspottet, abgerissen, verschifft und kopiert. Geblieben sind seine Fundamente an prominenter Stelle: direkt in der U-Bahn-Grube vor dem Roten Rathaus.
(mehr hier im Tagesspiegel

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Berlins bauliche Zukunft und der Bebauungsplan
(Deutsche Bauzeitung, 26. Mai 1870)

Gerichtslaube um 1860

Gerichtslaube am alten Berliner Rathaus um 1860, Fotografie von Leopoldt Ahrendts aus dem Katalog zur Ausstellung „Berlins vergessene Mitte

Kommunale Galerien in Berlin (6)

August 7th, 2016

Alte Feuerwache
Der Projektraum befindet sich im Erdgeschoss der 1884 erbauten alten Feuerwache in der ehemaligen Spritzenwagenhalle. Hinter denkmalgeschützter Backsteinfassade werden soziokulturelle und künstlerische Projekte überwiegend in Kooperation mit bezirklichen Partnern, freien Trägern und Künstler/innen präsentiert.

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Aktuell:
Kapitulation (Sandra Hauser)

Kapitulation

Kommunale Galerien in Berlin (5)

August 6th, 2016

Galerie im Turm

Die GALERIE IM TURM wurde 1965 als Ausstellungsort des VBKD (Verband Bildender Künstler der DDR) gegründet, und befindet sich seit 50 Jahren im Erdgeschoss des von Henselmann entworfenen Nordturms am Frankfurter Tor. Heute zeigt sie als kommunale Galerie des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg zeitgenössische Kunst, mit dem Schwerpunkt auf Einzelausstellungen in Berlin lebender KünstlerInnen.

Bierfest

Es war diesmal nicht leicht, bis zur Galerie durchzudringen: Bierfest in der Karl-Marx-Allee.

Die Galerie in drei Kapiteln

Formen

Kapitel 1: FORMEN
Für ÜBERRESTE betritt Stephanie Keitz den Keller der Galerie im Turm – ein Ort, der als U-Bahn Eingang geplant wurde, aber immer Theorie blieb. Sie erstellt Abdrücke der vorgefundenen Wände und Objekte. Die transluziden Latexhäute und Abbildungen werden in der Galerie zu einem neuen Raum zusammengesetzt.

Erfahren

Kapitel 2: ERFAHREN
HUG, TUCK, FOLD, PACK ist eine raumgreifende Installation aus Textilien und Objekten, die durch ein Schlafritual transformiert wird. Eine Gruppe Besucher ist eingeladen, eine Nacht in der GALERIE IM TURM zu verbringen. Der Abdruck der Körper verbleibt im Bühnenbild, komprimiert zu einer Skulptur. Körper wird zu Material, Material wird (Erfahrungs-)Raum.

Verfassen

Kapitel 3: VERFASSEN
Lola Göller erzeugt mit der Installation und den Aktionen zu KOMPOSITA AK PK 16 eine Korrelation von Erinnerung und Öffentlichkeit, von Schrift und Ton. Der Besucher wird in ein System eingeladen, in dem Bürokratie und sein kommunikatives Vorgehen Teil der Ausstellung werden.

Wildwuchs am Halleschen Ufer

August 5th, 2016

Landschaft

Sol le Witt
Sol LeWitt

Betonlandschaft
Gottfried Gruner

Im Haus am Lützowplatz

August 4th, 2016

Der feine Riss
Zeitgenössische Malerei auf dem historischen Feld

HaL 1

HaL 2

… und in der Studiogalerie
Space a place (Fünf Künstler aus Wroclaw, siehe auch die Breslauer Spaziergänge)

Flugbahn einer Fliege

Raum könnte man abstrakt erfassen, als etwas, das sehr schwer in Worte zu fassen ist. So wie in der Installation von Olaf Brzeski: Mit Draht markiert der Künstler die Flugbahn einer Fliege. Die Bewegung dieses sehr kleinen aber gleichzeitig sehr lästigen Lebewesens wird zu einer festen physischen Form, und dadurch noch lästiger. Sie hängt als unlogische Gestalt im Galerieraum, ist dynamisch und beunruhigend, so wie eine dunkle Wolke unserer eigenen Gedanken.
(mehr hier)

BB9 (4) – The Feuerle Collection

August 2nd, 2016

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Ausstellungsort: The Feuerle Collection

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Eine Überdosis Gegenwart
Diese Biennale ist eines mit Sicherheit: anders. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern macht sie sich für eine ganz bestimmte Ästhetik stark, die sich durch sämtliche Ausstellungsorte zieht. Es ist eine Ästhetik, die die Möglichkeiten einer digitalen und vernetzten Zukunft hemmungslos bejaht – und die althergebrachten Formen künstlerischer Kritik ziemlich alt aussehen lässt.

Portal Landscape

August 1st, 2016

HaL Hofskulptur #1

Hal Hofskulptur #1:
Portal Landscape von Reijiro Wada im Hof vom Haus am Lützowplatz

HaL Hofskulptur #1 1

BB9 (3) – AdK am Pariser Platz

Juli 31st, 2016

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Transit Mode-Abenteuer von Anna Uddenberg in der AdK am Pariser Platz

Transit Mode-Abenteuer

Transit Mode-Abenteuer

Transit Mode-Abenteuer

Europa und der Stier

Juli 30th, 2016

Der Kunstbeirat des Deutschen Bundestages hat im Jahre 2010 die Bronzeskulptur „Europa und Stier“ von Michael Jastram für die Kunstsammlung des Deutschen Bundestages erworben. Eine monumentale Fassung aus Gips, die bisher noch nicht gegossen wurde, ist aktuell im Seitenflügel des Schadowhauses zu sehen.

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Er, der Vater und Herr der Unsterblichen, dem in der Rechten
Zuckt dreispitziger Strahl, der winkend erschüttert den Erdkreis,
Kleidet sich jetzt in des Stieres Gestalt, und gesellt zu den Rindern,
Brüllt er und wandelt umher gar stattlich im üppigen Grase.

Langsam schwindet dem Mädchen die Furcht, und er lässt von der zarten
Hand bald klopfen den Bug, bald bietet er wieder die Hörner,
Sie zu umflechten mit Grün. Auch wagte die fürstliche Jungfrau,
Unkundig, wen sie bestieg, auf dem Rücken des Stieres zu sitzen.
(Ovid, Verwandlungen, II 848-875, R. Suchier)

Die Ildefonso-Jünglinge in Potsdam

Juli 29th, 2016

Der Palacio Real La Granja de San Ildefonso, eine ehemalige Sommerresidenz spanischer Könige, liegt in San Ildefonso in der Region Segovia. Von 1724 bis 1839 befand sich im dortigen Schlossgarten eine antike Marmorgruppe von zwei Jünglingen aus der Zeit Hadrians. Das Original der sogenannten Ildefonso-Gruppe befindet sich heute im Prado in Madrid.
In Potsdam steht in der Nähe von Schloss Charlottenhof eine Marmorkopie von Francesco Menghi aus dem Jahre 1837.

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Nach Johann Joachim Winckelmann stellt das Doppelbildnis Orestes und Pylades dar, nach Gotthold Ephraim Lessing die Personifikationen von Schlaf und Tod, Hypnos und Thanatos, und nach Ennio Quirino Visconti den auf seinen Todesdämon sich lehnenden Antinoos. Letztere Interpretation mag davon beeinflusst gewesen sein, dass der ursprünglich kopflos überlieferte linke Jüngling durch den Bildhauer und Restaurator Ippolito Buzzi 1623 unter Verwendung eines gleichfalls antiken Porträtkopfs des Antinoos vervollständigt worden war. Auch als Corydon und Alexis wurde die Gruppe gedeutet. Heute wird allgemein angenommen, dass es sich bei dem Jünglingspaar um die sogenannten Dioskuren Castor und Pollux handelt; ihre genaue ikonographische Identität bleibt jedoch weiter ungeklärt.
(Wikipedia)