Im Dichterhain vom Schloss Charlottenhof sind acht Hermen von deutschen und italienischen Dichtern aufgestellt:
Wieland, Herder, Schiller, Goethe;
Dante, Tasso, Petrarca, Ariost
Das sind die Italiener:

Königssitz, Simone Elsing, Marmor, 7 Tonnen
Gesehen auf einem Spaziergang von Golm nach Potsdam, alle Bilder sind hier
Es ist zu heiß. Kunstspaziergänge finden im Garten statt.
denn was mich wirklich interessiert ist weniger das woraus es gemacht wird als dass es eine sache ist die gemacht wird, damit man sie herzeigen kann, und die die leute anschauen und über die sich die einen freuen und die andern ärgern, und die zu nichts sonst da ist.
(Ernst Jandl: Dier ersten Schritte, in: ernst jandl für alle. Darmstadt und Neuwied 1974)
Der Wildschweinschädel hat nach mehr als 35 Jahren seine Bestimmung erreicht. Gefunden habe ich ihn im Morast am Maxsee. Er musste ausgekocht werden. Das war ein fürchterlicher Gestank, ich glaube wir benutzten den riesigen Topf, in dem wir immer die Windeln der Kinder auskochten. Seine bisher beste Zeit hatte der Schädel im Bücheregal, damals als dort noch Platz war. Dann war er lange Jahre im Keller, nicht unbeachtet (er befand sich wieder auf einem Regal, diesmal dem Weinregal), aber nicht mehr bewusst wahrgenommen. Jetzt ist er als Ausstellungs- und Erinnerungsinstallation in Gabis Garten angekommen.
Wir wünschen uns Dinge, die wir nicht haben können. Wir wollen einen bestimmten Augenblick, einen Klang, eine Empfindung noch einmal erleben. Ich möchte die Stimme meiner Mutter hören. Ich möchte meine Kinder als Kinder sehen. Kleine Hände, flinke Füße. Alles verändert sich. Der Junge ist erwachsen, der Vater ist tot,die Tochter ist größer als ich und erwacht weinend aus einem schlimmen Traum. Bitte bleibt für immer, sage ich zu den Dingen, die ich kenne. Geht nicht fort. Werdet nicht groß.
(Patti Smith in: M Train)
Denkmal am Jüdischen Friedhof in Wörlitz
Um 1760 wurde auf einem Acker des in der Stadt lebenden Juden Hirsch ein Friedhof angelegt, auf dem später auch verstorbene Juden aus Oranienbaum und zeitweilig auch aus Coswig beerdigt wurden. Ein um 1790 vom Architekten Friedrich Wilhelm v. Erdmannsdorf errichtetes Zeremonienhaus ist bis heute erhalten; der Friedhof wurde im Jahre 1938 profaniert. Abgeräumte Grabsteine – zuweilen als Baumaterial verwendet – wurden später auf dem Dessauer Friedhof zusammengetragen und zu einem Denkmal gefügt.
(mehr hier)
Riesige Eulen, geheimnisvolle Vögel und eine paradiesisch grüne Erdkugel – auf einem 200 Meter langen Bauzaun vor dem Berliner Schloss mahnen Graffiti-Bilder … zum behutsamen Umgang mit der Natur. Bekannte Streetart-Künstler und zahlreiche Berliner Schüler haben die 85 einzelnen Leinwände gestaltet.
(mehr in der WELT)
Feng Lu in der Galerie Michael Schultz
Die Ausstellung „Ende vom Lied“ im Künstlerhaus Bethanien bezieht sich auf die Ausbürgerung von Wolf Biermann aus der DDR im Herbst 1976. Es ist ein Projekt, das parallel zur Ausstellung „Gegenstimmen. Kunst in der DDR 1976 – 1989“ im Martin-Gropius-Bau konzipiert wurde.
Ein Blick hinter die Kulissen des Künstlerhaus Bethanien
Letztes Wochenende waren wir in der Ausstellungshalle der Gießerei Knaak: after works
Die XTRO ATELIERS stellen sich vor
Das bronzene Original wird heute als ein Werk des griechischen Bildhauers Epigonos angesehen und war Teil eines Siegesdenkmals, das Attalos I. von Pergamon um das Jahr 230 v. Chr. nach Siegen über die keltischen Galater errichten ließ. Deutlich ist der Stolz des Besiegten, diesen Stolz bewundern die Griechen, bei der Figur des „Sterbenden Galliers“ zu erkennen. „Mit großer Gelassenheit, nicht mit schmerzverzerrtem Gesicht erwartet er den Tod. Die tiefe Wunde an der rechten Seite verweist auf einen Stich in die Lunge. Der todeserfahrene antike Betrachter wusste, dass den so Getroffenen ein langsamer Tod erwartete, den es zu ertragen galt“, erklärt Pfeifer.
Die Römer haben die Figur der Griechen in Marmor kopiert, so dass die Reisegesellschaft um Fürst Franz von Anhalt-Dessau im Jahr 1765 während ihres Aufenthaltes in Rom auf sie aufmerksam wird. Mit auf Tour ist damals auch der Stuckateur und Bildhauer Johann Christian Ehrlich, der vom Antikenrestaurator Bartolomeo Cavaceppis einiges über die Methoden des Kopierens und Restaurierens antiker Plastiken erfährt. So ist er dann in Dessau bestens in der Lage, nach Vorlagen solche Arbeiten auszuführen. Zu seinen Werken gehören die großen Statuen der Ceres und der Fortuna an der Fassade des Wörlitzer Landhauses, die Dietrichsvase und natürlich der „Sterbende Gallier“.
(Henrik Klemm in der Mitteldeutschen Zeitung, mehr hier)