Keine Zeit für Kunst: Flotte Notte in Königs Wusterhausen
… und viele Bilder von der lustigen Floßparade gibt es hier
Archive for the ‘Berliner Umgebung’ Category
Flotte Notte
Sonntag, Juni 28th, 2009Sommerfest
Montag, Juni 22nd, 2009Das Sommerfest des Fördervereins der Berlinischen Galerie fand diesmal am Klostersee in Lehnin statt. Wir waren zu Gast im Institut für Kunst und Handwerk e.V.
Im Skulpturenpark trafen wir seltsame Typen: Seegurken, Weekend Warriors und l’homme fabricat.
Ausflug nach Oranienburg
Montag, Mai 4th, 2009Als der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm seiner Frau, der Oranier-Prinzessin Louise Henriette das damalige Städtchen Bötzow schenkte, begann die Geschichte Oranienburgs.
Das Beste der Landesgartenschau Oranienburg :
Mühlenhaupts Wichtel
Neben den vielen Bildern wuchs nach seinem Rückzug aus Kreuzberg auch die Schar seiner Figuren. Er dachte an „ein kleines Heer von Zwergen“, wusste aber nicht, wie sie aussehen sollten – bis sich eines Sonntags eine Gruppe behinderter Kinder in seinen Hof verirrte: „Die kleinen Wichtel (…) waren wunderschöne Modelle“, schreibt Mühlenhaut in seinen Erinnerungen. „Die Gesichter waren so schön verzogen, so vermanscht, so ursprünglich, so menschlich, dass ich hell begeistert war. Ich panschte und formte nun, so schnell ich konnte, denn meine Mondgesichter hielten nicht lange still.“
Den ersten Figuren folgten weitere, die der Maler nach dem Vorbild seiner Freunde formte, dem Bildhauer Günter Anlauf, dem Maler Friedrich Schröder Sonnenstern und seinem Kollegen Günter Bruno Fuchs. Zwei Dutzend Männlein und eine Zwergenmutter, wie er sie nannte, formten den Stamm.
Göttliches UFO am Storkower See
Montag, April 13th, 2009
Katholische Pfarrkirche St. Maria Storkow-Hubertushöhe (so sieht sie von vorn aus), Neubau 1998
Besonders auffallend ist die Architektur der neuen Kirche. Der Grundriß des Holzbaus ist in Fischform angelegt, eine Form, die sich im Altar wiederfindet. Die Idee hatte der Leiter des Baureferates des Görlitzer Ordinariates, Thomas Backhaus: „Form und Materialsprache sind der Natur entliehen und greifen das Thema des Baumbestandes und des angrenzenden Storkower Sees als Teil der Schöpfung Gottes auf.“ Ausgeführt wurde seine Idee von der Architektin Susanne Döbbel-Winkler aus Löbau.
(hier)
Mit einer Mindest-Dachneigung von 22° erwies sich Schiefer als geeignetes Material für das Gebäude, trotz vielfältiger Schwierigkeiten hinsichtlich der komplizierten Krümmung. Mit seinem Glanz und den Erscheinungsmerkmalen einer Schuppenfläche folgt es ideal dem Bild des Fisches. Für die Fassade wurde die Wilde Schieferdeckung in Moselschiefer gewählt, bei der je nach Dachdecker und Größe der Steinrohlinge verschiedene Grundmuster entstehen können. Eine Wilde Deckung kann von Typ her rundlich, eckig, scharfkantig, langgezogen, in der Steingröße gleichmäßig oder lebhaft und variierend sein.
(hier)
April
Mittwoch, April 1st, 2009April ist der übelste Monat von allen, treibt
Flieder aus der toten Erde, mischt
Erinnerungen mit Lust, schreckt
Spröde Wurzeln auf mit Frühlingsregen.
April is the cruellest month, breeding
Lilacs out of the dead land, mixing
Memory and desire, stirring
Dull roots with spring rain.
T.S. Eliot
The Waste Land. Das öde Land
Neuübersetzung Norbert Hummel
Jedenfalls ist es ein Glück, dass „Das öde Land“ mit dieser zweisprachigen Ausgabe nun endlich wieder einmal in unseren Gesichtskreis gerückt wird. Denn Eliots Gedicht ist noch immer frisch und auf der Höhe der Zeit. Und es ist, nebenbei gesagt, um einiges radikaler, als vieles, was heute geschrieben oder gesampelt wird.
(mehr hier)
Kronprinz Friedrich erfährt die Freiheit
Montag, März 30th, 2009In Ruppin und Rheinsberg kann er nach eigenem Gusto leben
(mehr hier von Harald Rossa)
Im Trabe nähern wir uns einem hinter reichem Laubholz versteckten, immer noch rätselhaften Etwas und fahren endlich, zwischen Parkanlagen links und einer Sägemühle rechts, in die Stadt Rheinsberg hinein.
Hier halten wir vor einem reizend gelegenen Gasthofe, der noch dazu den Namen der »Ratskeller« führt, und da die Turmuhr eben erst zwölf schlägt und unser guter Appetit entschieden der Ansicht ist, daß das Rheinsberger Schloß all seines Zaubers unerachtet doch am Ende kein Zauberschloß sein werde, das jeden Augenblick verschwinden könne, so beschließen wir, vor unserem Besuch ein solennes Frühstück einzunehmen und gewissenhaft zu proben, ob der Ratskeller seinem Namen Ehre mache oder nicht. Er tut es. Zwar ist er überhaupt kein Keller, sondern ein Fachwerkhaus, aber ebendeshalb, weil er sich jedem Vergleiche mit seinen Namensvettern in Lübeck und Bremen geschickt entzieht, zwingt er den Besucher, alte Reminiszenzen beiseite zu lassen und den »Rheinsberger Ratskeller« zu nehmen, wie er ist.
(Fontane Rheinsberg)
Der große Obelisk in Rheinsberg
Sonntag, März 29th, 2009Rheinsberg von Berlin aus zu erreichen ist nicht leicht. Die Eisenbahn zieht sich auf sechs Meilen Entfernung daran vorüber, und nur eine geschickt zu benutzende Verbindung von Hauderer und Fahrpost führt schließlich an das ersehnte Ziel. Dies mag erklären, warum ein Punkt ziemlich unbesucht bleibt, dessen Naturschönheiten nicht verächtlich und dessen historische Erinnerungen ersten Ranges sind.
Vielleicht die größte Sehenswürdigkeit Rheinsbergs ist der Obelisk, der sich, gegenüber dem Schlosse, am jenseitigen Seeufer auf einem zwischen dem Park und dem Boberow-Walde gelegenen Hügel erhebt.
Er wurde zu Anfang der neunziger Jahre vom Prinzen Heinrich „dem Andenken seines Bruders August Wilhelm“ errichtet und trägt an seiner Vorderfront das vortrefflich ausgeführte Reliefporträt ebendieses Prinzen.
Aber nicht dem Prinzen allein ist das Monument errichtet, vielmehr den preußischen Helden des Siebenjährigen Krieges überhaupt, allen jenen, die wie eine … Inschrift ausspricht, „durch ihre Tapferkeit und Einsicht verdient haben, daß man sich ihrer auf immer erinnere“.
Alle Zitate sind aus Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg, 1. Teil: Die Grafschaft Ruppin, mehr zum Obelisken und seinen Inschriften steht hier.
Pause
Montag, Januar 12th, 2009Winter in Königs Wusterhausen
Samstag, Januar 3rd, 2009Wir haben uns heute ein sonniges Plätzchen vor unserer Haustür gesucht und das Ende der Feiertage genossen.
Später gab es noch einen kleinen Spaziergang nach Schenkendorf.
Im Heimatkalender Königs Wusterhausen und Dahmeland 2009 berichtet Bärbel Schulze über die kurze Geschichte des Schenkendorfer Kohlebergwerks (Artikel leider nur offline im Kalender).
Mit Vertrag vom 12. Mai 1883 tritt Dr. Werner Siemens mit 58000 M ein. Für dieses Darlehnen wird ihm die Grube verpfändet. Es beginnt ein systematischer Abbau als Großunternehmen. Von den Bauern und dem Rittergut wurden 190 ha Grund aufgekauft. Zahlreiche Bergmannsfamilien aus dem Westen Deutschlands kamen nach Schenkendorf. Die Einwohnerzahl stieg von 288 (1856) auf 1039 (1900). Beim Schachabteufen zeigten sich immer mehr Schwierigkeiten. Man musste durch wasserdurchtränkte Sandschichten, die Pumpen konnten die Arbeitsstätten kaum trocken halten. Ingenieur Poetsch hatte ein eigenartiges System aus Röhren erfunden, das mittels einer Gefriermaschine den Boden gefror. Damit konnte man gefahrlos arbeiten. Das war zwar eine bahnbrechende Erfindung, jedoch stellte sich das Verfahren als zu teuer heraus.
…
1899 hörten die Schlote auf zu rauchen, die Schornsteine wurden gesprengt. Die Maschinen wurden verkauft. Viele Arbeiter verließen Schenkendorf, andere fanden Arbeit in Wildau. In den frei werdenden Wohnungen fanden Arbeiter der Wildauer Maschinenfabrik Unterkunft. Alle Anlagen wurden abgerissen und das brauchbare Material abtransportiert. Die Schächte füllten sich wieder mit Wasser, der Grundwasserspiegel stieg und der Krumme See nahm sein ursprüngliches Bett wieder ein.























