Archive for the ‘Berliner Umgebung’ Category

Am Fuße des Mühlenbergs in Potsdam

Donnerstag, September 4th, 2008

Triumphtor

Schafe

Triumph
Heimkehr des siegreichen Heeres, Hermann Schievelbein

Das Triumphtor in der Schopenhauerstraße, am Fuße des Mühlenbergs, im Norden von Potsdam, wurde 1850/51 unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. errichtet. Es sollte den Beginn einer geplanten aber nie realisierten Triumphstraße anzeigen. Die Entwürfe für das Portal fertigten die Architekten Friedrich August Stüler und Ludwig Ferdinand Hesse.
(Wikipedia)

Meer

Dienstag, August 19th, 2008

Am Donnerstag geht es noch einmal in diesem Jahr an die Ostsee (zum Whale Watching ;-). Leider nur bis Sonntag.

An der See
Moritz Götze in der Sperl Galerie in Potsdam

Spaß in den Neuen Kammern

Sonntag, August 17th, 2008

Bereits an der alten Schwelle der Eingangstür stößt die Gegenwart regelrecht auf das Material der Vergangenheit. Dort hat die Gruppe „3+x“ (Christina Kautz, Simone Neidhard, Uta Pottgießer) eine sandgestrahlte Glasplatte mit dem Ausstellungstitel angebracht. Die Besucher werden sich darauf mit ihren Tritten einschreiben und wie auf einem Palimpsest ihre Spuren in Schichten auftragen.
(M. Reichelt in Zitty 17-2008, S.87)

Neue Kunst

Getränkedosen im Marmorkamin, Filzbraten auf der herrschaftlichen Tafel, eine antike Zuckerpuppe auf dem Konsoltisch: Witzig und provokant präsentieren sich 20 zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen aus dem In- und Ausland in den barocken Räumen der Neuen Kammern, dem einstigen Gästeschloss Friedrichs des Großen, und erweitern unseren Blick auf den traditionsreichen Ort.
(hier)

Spielkameraden

Dessous für den alten Fritz (Potsdamer Neueste Nachrichten)

Seebrücke Senzig

Donnerstag, August 7th, 2008

Berlin Scharmützelsee

Wer’s glaubt …

Die jahrelangen Diskussionen um die Entwicklung des kommunalen Filetstücks an der Seebrücke in Senzig finden jetzt möglicherweise ein Ende. Überschattet von Pleiten, Pech und Pannen sollen auf diesem städtischen Grundstück in Senzig nun doch noch Träume wahr werden.
(mehr hier)

Viel zu heiß

Dienstag, Juli 29th, 2008

Garten

Es ist viel zu heiß für Kunstspaziergänge: Gartenkunst.

Ein Tag in Cottbus (3)

Dienstag, Juli 22nd, 2008

Hermann Fürst von Pückler-Muskau

Schloss Branitz

Park und Schloss Branitz

Pücklers Grab

Der Fürst-Pückler-Park Branitz, 1846-1871 vom Gartenfürsten gestaltet, 1888 von Gartendirektor Bleyer vollendet, gilt heute als letzter großer deutscher Landschaftspark des 19. Jahrhunderts. Er ließ etwa 100 000 Kubikmeter Erde bewegen, um seinen Park zu formen. Außerdem gelang es ihm, mehrere alte Bäume zu verpflanzen. Einmalig in Europa – nach einigen Quellen weltweit – sind die im Westteil des Parkes gelegenen Pyramiden. Das ehemalige Gutshaus im Barockstil erhielt um 1850 nach Bauplänen von Gottfried Semper ein neues Gesicht.

Ein Tag in Cottbus (2)

Montag, Juli 21st, 2008

dkw

Bis zum letzten Jahr befand sich das Domizil des Museums in der Cottbuser Innenstadt, eine schon zu DDR-Zeiten eingeführte Adresse. 1977 wurde das heutige Museum für moderne Kunst als Abteilung des Bezirksmuseums Cottbus ins Leben gerufen. Nach der Wende firmierte es unter dem Namen Brandenburgische Kunstsammlungen. Der Umzug an den östlichen Innenstadtrand sorgt nun dafür, dass die rund 100.000 Einwohner zählende Metropole der Niederlausitz sich nominell mit einem neuen Kunstmuseum schmücken kann: Kunstmuseum Dieselkraftwerk oder kurz dkw heißt es nun.
Und in der Tat, das neue Gebäude macht das Museum zum veritablen Kunsttempel, ähnlich wie das bei der Tate Modern in London geschah, auch wenn die Dimensionen in Cottbus wesentlich kleiner ausfallen. Dennoch: Das dezent mit einigen expressionistischen Schmuckformen versehene Backsteingebäude von 1928 sieht mit seinem Campanile einer Kirche ähnlicher als einem Industriebau.
(mehr in der taz)

Tür
Eingangstüren von Paco Knöller

Aktuelle Ausstellung: [Märkischer] Sand

Neben landschaftlichen Motiven – zwischen Küste, Einöde, Tagebau und Baustelle – gilt dem Sand als Malstoff Beachtung, ebenso interessiert aber seine Anwendung bei Objekten, in der Aktionskunst und in der Land Art. So zieht sich der kunsthistorische Faden von den vereinzelten Darstellungen Carl Blechens und Walter Leistikows zu Malern wie Max Beckmann, Willy Baumeister und Emil Schumacher und von dort bis in die Gegenwart, wofür Namen wie Günther Uecker und Bernd Koberling stehen. Es finden sich die unterschiedlichsten Verwendungsformen in Materialbild, Objekt und Installation, wie bei Hermann Glöckner, Günther Hornig und Erika Stürmer-Alex, oder bei Nikolaus Lang und Hannes Forster. Aber auch Fotografen gingen dem nach, angefangen von Heinrich Zille, über Albert Renger-Patzsch und Fritz Kühn bis zu Positionen in der aktuellen Kunst, vertreten durch Peter Riedlinger und Maria Sewcz.

Sandkreis
Sandkreise von Günther Uecker

Ein Tag in Cottbus (1)

Sonntag, Juli 20th, 2008

Ikarus
Ikarus, 1990/2008

Hans Scheuerecker
Der Kelch des Eros
Eine Ausstellung im Stadtmuseum Cottbus

Vortrag und Dialog 1

Das Ereignis dieses Sommers ist der fulminante Auftritt Hans Scheuereckers vor heimischem Publikum. Die eigentlich lang erwartete, an anderer Stelle erhoffte Präsentation von Malerei und Grafik hat in Jörn Merkert, dem Direktor der Berlinischen Galerie, einen erstrangigen Mentor und Freund gefunden. Seine Katalogtexte sind sensible Wegführungen zu Scheuereckers Werk und Persönlichkeit, wie sie besser nicht geschrieben werden können.
(mehr in der Lausitzer Rundschau)

Dreieck:
Immer wieder Dreiecke, diese archaische Form der Ruhe, der Monumentaltät, der Dynamik, der Vergeistigung, der Fleischeslust. In allen Größen und Ausrichtungen, geometrisch genau oder nur angedeutet, als große, alles durchdringende Komposition oder als knappes Zeichen. Als Gruß an Pücklers Pyramidengrab, als ständige Hommage an das weibliche Geschlecht. Natürlich auch Zeichen der Gier, nach Eros, nach Sex. Gibt es bei Scheuerecker auch das Auge im Dreieck? Gottesauge?
(Jörn Merkert im Katalog der Ausstellung)

Vortrag und Dialog 4

Hans Scheuerecker erzählte von der ersten und gleichzeitig letzten Werkschau der ostdeutschen Subkultur in Paris (Alter Pariser Schlachthof, 19. bis 21.01.1990). Wenige Monate nach dem Mauerfall nahmen an der improvisierten Großveranstaltung 200 ostdeutsche Tänzer, Musiker, Schauspieler, Maler, Dichter, Modedesigner, Performer, Fotografen und Filmemacher teil, denen es in den letzten beiden Jahrzehnten der DDR gelungen war, neben und in den ertrotzten Freiräumen der offiziellen Kultur eine andere Kultur zu etablieren. (Text nach: Katalog Boheme und Diktatur in der DDR, Ausstellung DHM 1997)

Vortrag und Dialog 6

ganz zart sind wir
auf schwarz und rot und sonnengold
du gibst die leisen lippen hin
und ich, ich geb‘ den weißen großen Leib
für einen schönen Zeitvertreib.
Du ROSAMEER… bald Brandung kommt.
(Ateliergespräch mit Scheuerecker)

Skulptur
Skulptur 2000

Weidendammer Brücke

Samstag, Juli 12th, 2008

Die Teufelsbrücke am Finowkanal befindet sich im Stadtteil Finow auf dem Gelände des ehemaligen Messingwerkes. Sie wurde von 1824 bis 1826 als Weidendammer Brücke in Berlin errichtet. 1880 wurde sie um Fußwegbahnen ergänzt. 1895 erfolgte die erste Umsetzung der Brücke, sie wurde um 13 Meter gekürzt in Liepe über den Finowkanal wieder aufgebaut. Im Jahr 1913 wurde sie nochmals gekürzt und über der Ausfahrt des Messingwerkhafens montiert. Der mittlere Brückenteil ist herausnehmbar, um größeren Schiffen eine Durchfahrt zu ermöglichen. Gelegentlich wird sie auch ‚Treidelpfadbrücke‘ genannt. Die Brücke ist eine dreijochige, jetzt 23 Meter lange und etwa 2,30 Meter breite Ganzmetallkonstruktion aus genieteten und verschraubten L-Profilen und Blechen. Das Mittelteil ist auf gusseisernen Säulen gebettet. Die gesamte Brücke ist in sich schief, dies kann nachlässige Fertigung sein oder auf einen Transportschaden, auf Setzungen oder einen Unfall zurückzuführen sein. Hafen- und Kanalseite des Bauwerks sind um etwa acht Zentimeter versetzt, was eine Schieflage von etwa drei Grad bedeutet (hier).

Weidendammer Brücke
Teufelsbrücke am Finowkanal

Fontanes Verlobungsbrücke

Werner Stötzer

Montag, Juli 7th, 2008

Der Bildhauer Werner Stötzer erhält für sein Lebenswerk den ersten Kunstpreis des brandenburgischen Ministerpräsidenten. Regierungschef Matthias Platzeck überreichte dem 77-Jährigen die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung am Sonnabend beim Festakt zur Verleihung des Brandenburgischen Kunstpreises in Neuhardenberg. Damit ehre das Land die „herausragende Lebensleistung eines Künstlers, der ohne Zweifel seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Bildhauern Deutschlands zählt“, heißt es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Der in Werbig (Märkisch-Oderland) lebende Stötzer gehöre „zu den wenigen zeitgenössischen Bildhauern, die die Form nur nach einer Ideenskizze aus dem Block schlagen.“ dpa

Verzweiflung

Im September 2006 besuchten wir Stötzer mit dem Förderverein der Berlinischen Galerie in Altlangsow, hier die Fotos.
Damals gab es anlässlich seines 75. Geburtstages mehrere Ausstellungen in Berlin, hier Bilder einiger Skulpturen.

Marmor erklärt Bronze die Welt

Stötzer nennt sich schon lange nicht mehr Künstler. „Ich mache keine Installationen oder Objekte“, sagt er ironisch. „Ich bin ein hoffnungslos altmodischer Handwerker.“ Er spricht in seinen Steinen vom Alter. Es mache wehmütig, aber nicht sentimental. Seine Steine reden von Gestalten und Gesichtern, die weggehen, und solchen, die in der Erinnerung bleiben und damit in der Zeit. Er und seine Frau stellen ihre Figuren am liebsten in die Natur, auf die satten Wiesen der Seelower Höhen, auf märkische Dorfanger, ans Wasser: Gemeißeltes gegen das Ferne und Ungewisse.
(mehr über Sylvia Hagen und Werner Stötzer, hier)