Archive for the ‘Public Art’ Category

Vuvuzela

Montag, Juli 12th, 2010

VUVUZELAs sind ja so was von out, Mädels! Megaout, hoffentlich!

Vuvuzela

Vuvuzela2

Elefanten in Berlin

Freitag, Juli 9th, 2010

Wenn die Ohren flattern
… im Tierpark

Längere Nase als Opa
… im Naturkundemuseum

Schadensorge
… in Bäumen

Elefant
… auf dem Klo

Streetart in LEGO

Donnerstag, Juli 8th, 2010

Lego1

Lego Streetart von Jan Vormann, hier sehr minimalistisch

Der Fischer ist wieder da!

Mittwoch, Juli 7th, 2010

Wieder da

Lange hat er in Flensburg gefischt, jetzt ist er wieder in Berlin.
Adolf Brütts Fischer steht wieder im Vorhof der Alten Nationalgalerie.

Ertrunken1

Retter gesucht

Montag, Mai 17th, 2010

Der Mensch als Maß aller Dinge
Walter Womacka, Der Mensch als Maß aller Dinge

Zum ungeliebten Erbe zählen und einen Retter suchen … zwei große Wandgemälde in Berlin Mitte: Walter Womackas „Der Mensch als Maß aller Dinge“ am früheren DDR-Bauministerium in Mitte, in dem der bekannte Berliner Maler ein Leonardo da Vinci-Motiv in die zukunftsgläubige Bildsprache der Endsechziger verwandelte. Und Ronald Paris‘ „Lob des Kommunismus“ im einstigen Zentralamt für Statistik, das vor allem ein Lob des expressiven Stils darstellt.
(mehr hier)

Ernesto

Freitag, Mai 14th, 2010

Auferstehung
Georg Kolbe, 1933/34

Eines Tages kam [Ernesto] zufällig vor das Portal einer Kirche, wo sich auf erhobenen Sockel eine in Stein gemeißelte Frauenfigur befindet. … Er betrachtete sie und schien sich nicht mehr von ihr trennen zu können, so sehr gefiel sie ihm.
„Dieses Antlitz“, sprach er, „ist ebenso hold wie ernsthaft, ebenso achtungsgebietend wie anziehend. Schade, dass es nicht lebt; aber lebt es denn nicht? Doch das tut es.“ Es schien, er habe nun seine Geliebte gefunden, und in der Tat stellte er sich von da an täglich um dieselbe Stunde vor dem Idealbild ein, Gespräche mit ihm führend, als könnte es reden, und gäbe ihm Antwort. „Was ich an dir schön finde“, sagte er, indes er so nah wie möglich vor sie hinstand, die ihm begreiflicherweise keine Achtung schenkte, „ist die ruhende Beständigkeit. Stets bist du dieselbe. Von welcher anderen Frau, so liebenswürdig sie sein mag, läßt sich dies sagen? Blick ich dich an, so hab‘ ich nie den unangenehmen Eindruck, ich sei dir lästig, du lässt dir mein Forschen mit großartiger Gelassenheit gefallen. Wie sind dein Gewand und deine Körperhaltung edel. Ich liebe dich in jeder Beziehung, obschon ich eigentlich den loben sollte, der dich schuf, aber dein Anblick lässt mich vergessen, dass du ein Kunstgegenstand bist; es ist mir, als kenntest du mich und sähest mich gern. Verzeih die Aufdringlichkeit dem Liebebedürftigen.“
(aus: Robert Walser: Ernesto – mehr in: Feuer, Suhrkamp 2003)

Neues vom Mond

Mittwoch, Mai 12th, 2010

So müßte einem Menschen zu Mute sein, dem der Mond in den Garten gefallen ist und dort wie eine große gelbe Quitte auf dem Rasen liegt.
(Heimito von Doderer, Die Strudlhofstiege)

Viertelmondträgerin
Trak Wendisch, Viertelmondträgerin, 2000

Doch selbst der Mond mit seinem zerdellten Gesicht wollte mich, so kam es mir in dieser Nacht vor, aus der Ferne mit seiner Fratze verhöhnen und mir verkünden, jetzt sei auch ich – wie er in der Einsamkeit des Alls – auf mich alleine zurückgeworfen.
(Karl-Heinz Ott, Endlich Stille)

Die Wolken hatten sich etwas verzogen und ließen dem Monde Raum, sein goldgelbes, fast zehrendes Licht auszugießen.
(Karl Ferdinand Gutzkow, Die Ritter vom Geiste)

Viertelmondträgerin

… – und lachte dreckig, als eine beflissene Bö ihren über die Stange hinausgereckten Hintern entblößte, der im weißlichgelben Laternenlicht aufleuchtete, fast so bleich wie der greise Fötusschädel des Mondes hoch über uns, dessen Abbild im Wasserspiegel – fünfzig Meter tief unter uns – gleichzeitig lautlos zersplitterte.
(Frank Schulz, Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien)

Feucht, in Dunst gehüllt, strampelte sich der Mond in einer Ecke des Himmels nach oben.
(Douglas Adams, Mach’s gut und Danke für den Fisch)

.. und als ich die Spatzen von einem schwingenden Ast zum anderen flattern sah und den Mond, der so ungeduldig war, dass er bereits am Tage seine einzige weiße Blüte geöffnet hatte …
(Miklós Szentkuthy, Apropos Casanova)

Walkman

Donnerstag, April 8th, 2010

Die Revolution in den Straßen begann am 1. Juli 1979, und ein Ende ist bis heute nicht in Sicht. An diesem Tag wurde ein Gerät mit dem sperrigen Namen TPS-L2 präsentiert: ein violett-blaues, 390 Gramm schweres und nahezu backsteingroßes Stück Plastik. Der erste Walkman von Sony.
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Walkman
Ludmilla Seefried-Matejkowa, 1985

Heute ist die „Walkmania“ längst vorbei. Wenngleich auf den Straßen so viele mit Ohrstöpseln bewehrte Menschen zu sehen sind wie noch nie. Doch heute ist aus dem klobigen Walkman ein flaches MP3-Gerät geworden.

Sie kommen …

Freitag, April 2nd, 2010

Sie kommen

Wir wünschen allen Kunstspaziergängern ein frohes Osterfest.

Hase mit Stütze
Installation von Sergej Dott am Obersteiner Weg

Sergej? Ein Russe? Der Mann mit den blonden Locken im vollschwarzen Künstlerlook wurde 1959 in Berlin geboren, der Vater war russischer Emigrant, die Mutter Wienerin. Sergej lernte zunächst in Hedwig Bollhagens Töpferwerkstatt und studierte ab 1983 Bildhauerei in Dresden und an der Kunsthochschule Weißensee. 1988 arbeitete er als Aspirant bei Baldur Schönfelder an der Berliner Kunsthochschule, 1990 geht er nach Wien in die Bildhauer-Meisterklasse von Alfred Hrdlicka. Seit 1991 arbeitet er freischaffend in Berlin, reist nach Japan, Venezuela, Russland, Polen, Frankreich und Spanien, aber kommt immer wieder in seine Heimatstadt, die ihm Ausstellungsräume öffnet und zu immer neuen großflächigen Projekten inspiriert.
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Pimmel über Berlin

Donnerstag, April 1st, 2010

So leicht wird man einen Lenk nicht mehr los. Diese Lektion lernt man jetzt auch bei der linken Berliner „tageszeitung“. Dessen Vorstand hatte am Freitag mit drei von fünf Stimmen beschlossen, dass „die Fassadengestaltung von Peter Lenk wieder abgebaut wird“. Spätestens bis 4. Januar 2010.
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Friede sei mit Dir
Engel Axel Cäsar Springer, der Erfinder der „Bild“-Zeitung

2002 veröffentlichte die taz auf ihrer Satireseite „Die Wahrheit“ einen Artikel von Gerhard Henschel über eine angebliche Penisverlängerungsoperation des Chefredakteurs der „Bild“-Zeitung, Kai Diekmann.
Daraufhin strengte Kai Diekmann eine Klage wegen Verletzung seines Persönlichkeitsrechts an.

Der taz wurde untersagt, den Artikel weiterzuverbreiten, eine Forderung nach Schmerzensgeld lehnte das Gericht jedoch ab.

Das Geschäftsmodell der „Bild“-Zeitung … wurde erstmals gerichtlich definiert: Es sucht „bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer“.