Archive for the ‘Public Art’ Category

Rudolf Virchow

Donnerstag, Februar 11th, 2010

Rudolf Virchow
Virchow-Büste von Bernhard Afinger

1858 erschien Virchows zentrales Werk „Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre“. Bereits drei Jahre zuvor hatte Virchow in einem ersten Aufsatz mit dem Titel „Cellular – Pathologie“ eine Überlegung skizziert, nach der die Zellen die kleinsten lebendigen Einheiten im menschlichen Körper bilden. Nach Virchow stammt jede Zelle aus einer Zelle und Zellverbände sind Zusammenschlüsse von „gleichberechtigten, aber unterschiedlich begabten Individuen“. Alle Krankheiten können auf Veränderungen von Körperzellen zurückgeführt werden. Rudolf Virchows Zellularpathologie war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Heilkunde zu einer naturwissenschaftlich untermauerten modernen Medizin.
(mehr hier)

Klimsch
Virchow-Denkmal von Fritz Klimsch

Aua

„… die Krankheit hat keine andere Einheit als das Leben, von dem sie eine besondere Art darstellt, nämlich die einheitlich lebende Zelle. Sie ist gewissermaßen die Person des Lebens im Gesunden sowohl als auch im Kranken, und wenn Paracelsus vorahnend von einem Leib der Krankheit gesprochen hat, so können wir jetzt sagen, die Zelle sei dieser Leib.“

Virchow

Wenn Wörter zu Skulpturen werden

Mittwoch, Februar 10th, 2010

Lawrence Weiner wird heute 70 Jahre alt.

Lawrence Weiner

Milk and Honey

Zu Milch und Honig konnte man in den (alten) Kunstspaziergängen hier etwas lesen, dann gab es auch noch einen Weiner in Potsdam.

Stele

Sonntag, Februar 7th, 2010

Stele
Hans Klakow, 1971

Diese abstrakte Stele in Zehlendorf, Königstr. 5, wird in Bildhauerei in Berlin Hans Klakow zugeordnet. Ob das stimmt? Die abstrakte Skulptur passt nicht zu seinen Kinder- und Tierskulpturen. Und wie kommt die 1971 entstandene Skulptur nach Zehlendorf vor die Polizeiinspektion?

Flügelsäule

Donnerstag, Februar 4th, 2010

Hartung im Winterwald
Karl Hartung, 1967

Karl Hartung wird 1908 als Sohn eines Tischlers in Hamburg geboren. 1923 beginnt Hartung eine Lehre als Steinmetz, anschließend geht er zum Kunststudium. Ein Stipendium führt Hartung 1929 nach Paris, dort studiert er das Werk Rodins und Maillols. Als Karl Hartung 1932 nach Hamburg zurückkehrt, spürt er, dass sich für ihn als abstrakt arbeitenden Bildhauer die Arbeits- und Lebensbedingungen durch die Kulturpolitik des NS-Regimes erschweren. 1936 siedelt Hartung mit seiner Familie nach Berlin über. Erst seine erste Einzelausstellung 1946 in der Galerie Rosen in Berlin bringen für ihn den künstlerischen Durchbruch. 1959 wird Karl Hartung an die Hochschule der Bildenden Künste Berlin berufen, 1955 übernimmt er den Vorsitz des Deutschen Künstlerbundes. In diesem Jahr nimmt Hartung an der documenta I teil. Es folgen Teilnahmen an der Biennale in Venedig und weitere internationale Ausstellungen. Am 19. Juni 1967 stirbt Karl Hartung in Berlin.
(hier entnommen)

Brecht mit Herz

Mittwoch, Februar 3rd, 2010

Brecht mit Herz

Sonett Nr. 19
Bertolt Brecht

Nur eines möcht ich nicht: daß du mich fliehst.
Ich will dich hören, selbst wenn du nur klagst.
Denn wenn du taub wärst, braucht ich, was du sagst
Und wenn du stumm wärst, braucht ich, was du siehst

Und wenn du blind wärst, möcht ich dich doch sehn.
Du bist mir beigesellt, als meine Wacht:
Der lange Weg ist noch nicht halb verbracht
Bedenk das Dunkel, in dem wir noch stehn!

So gilt kein: »Laß mich, denn ich bin verwundet!«
So gilt kein »Irgendwo« und nur ein »Hier«
Der Dienst wird nicht gestrichen, nur gestundet.

Du weißt es: wer gebraucht wird, ist nicht frei.
Ich aber brauche dich, wie’s immer sei.
Ich sage ich und könnt auch sagen wir.

Trashstone 412

Dienstag, Februar 2nd, 2010

Trashstone 412
Wilhelm Mundt, 2009

Unter der gelben Haut der bisher größten Plastik des Künstlers wirken Atelierabfälle formgebend. Sie wurden in Folie gewickelt und mit mehreren Schichten PVC für alle Zeiten eingeschlossen. Poliert und geschliffen wirkt die giftgelbe Oberfläche wie eine wunderbare haptische Landschaft. Die Werkreihe der Trashstones setzt 1989 ein und wird bis heute fortgeführt und durchnummeriert.

Ma’Claim in Berlin

Freitag, Januar 29th, 2010

Nicht viele Graffiti-Formationen können behaupten, sich innerhalb von kurzer Zeit an die Spitze einer weltweiten Bewegung gearbeitet zu haben. „Ma’Claim“ kann das, und dieses Buch zeigt warum. Mit ihrem Mix aus klassischen Graffitischriftzügen und Fotorealismus, waren sie bereits Anlass zahlreicher Diskussionen innerhalb der Graffitiszene. Gleichzeitig finden sie immer mehr Anhänger und Nachahmer.

Maclaim Berlin

Bilder und Video und ein Buch

Schneedecke

Dienstag, Januar 26th, 2010

Fröstelnd
Dietrich Grünig, 1986

Auf den Plätzen gaben uns fröstelnde Statuen Fragen auf, die wir nicht zu beantworten wußten.
(Mircea Cartarescu in Nostalgia)

Büsten am Neuen Museum

Freitag, Januar 22nd, 2010

ALOYS HIRT
Aloys Hirt

1782 ging er nach Rom, wo er sich ab 1785 als Cicerone etablierte und als wissensreicher Antiquar galt.
Wohl wegen der napoleonischen Kriege ging er 1796 zurück nach Deutschland und wurde Königlich Preußischer Rat und Mitglied der Akademien der Wissenschaften und der Künste in Berlin. Er entwickelte Pläne für die Errichtung eines Museums aus Kunstbeständen des Königshauses, die letztlich in der Gründung des Alten Museums mündeten.

Franz Kugler
Franz KuglerDeckname Lessing

Gustav Waagen
Gustav Waagen und die Gesetzlose Gesellschaft zu Berlin

… und dann sind da noch die Büsten von August Kiss, Friedrich Drake und Carl Schnaase.

Urban Farming

Donnerstag, Januar 14th, 2010

Gärtner
Gärtner von Karl-Heinz Schamal

„Urban Farming“, Landwirtschaft in der Stadt, heißt der Trend, der gerade ausgerufen wird. Präsidentengattin Michelle Obama gab dem Ganzen ein prominentes Gesicht, als sie einen Gemüsegarten hinter dem Weißen Haus anlegte. Doch der Trend ist trotz neuer Namen gar nicht so neu. Vielmehr ist Urban Farming ein Phänomen, das in Krisenzeiten in den großen Städten immer wieder anzutreffen ist. In den 40er-Jahren etwa bauten Millionen Amerikaner Gemüse in ihren eigenen Hinterhöfen und Vorgärten an und konnten so die Nahrungsmittel-Engpässe der Kriegsjahre überbrücken. In der Nachkriegszeit beackerten die Berliner den Tiergarten. In Kuba bepflanzen die Menschen Brachflächen in Havanna, um sich mit dem Notwendigsten versorgen zu können. Der eigene Anbau in der Stadt ist in vielen Ländern lebenserhaltend, ein Begleitphänomen von ökonomischen Krisen und Armut. In Europa hingegen ist er heute oft politischer Protest: gegen eine globalisierte Landwirtschaft mit Gentechnik, Pestiziden und langen Transportwegen.

Doch es gibt auch die Aktionsgärtner, die nachts losziehen, Sämereien auf Verkehrsinseln verteilen und so gegen das Grau in der Großstadt demonstrieren. In London macht es der Brite Richard Reynolds seit fünf Jahren vor. Er pflanzt Sonnenblumen vor dem Parlament und Lavendel vor Polizeistationen. In Berlin wachsen auf einmal Kürbisse am Landwehrkanal und Zucchini im Mauerpark.
(mehr hier)

Hier noch zwei Farming-Bilder aus Königs Wusterhausen und die The Guerrilla Gardening Homepage

Gärtner

Gartenarbeit