Archive for the ‘Public Art’ Category

Dave the Chimp

Mittwoch, Januar 23rd, 2008

Bei der letzten Ausgabe der Backjumps (The live Issue #3) im letzten Jahr entstanden wieder einige Fassadenarbeiten,
darunter diese Arbeit von Dave the Chimp

Dave the chimp

Seize the day, the only time is RIGHT NOW! I have no wish to be remembered after I’m dead, and I don’t make art that will last the test of time. This is why I work on the street, create work from old cardboard boxes, leave my marks on trash. I’m reacting to my experiences right now, and so experiencing this life right now. Today we party, for tomorrow we die.
(Dave the Chimp)

Der Kuss

Mittwoch, Januar 16th, 2008

Bei der letzten Ausgabe der Backjumps (The Live Issue #3) im letzten Jahr entstanden wieder einige Fassadenarbeiten,
darunter diese Arbeit von NOMAD

NOMAD
NOMAD Der Kuss, 2007

Die Kußlustigkeit in Österreich und in den slawischen Ländern, wo man sich bei allen Gelegenheiten mit Küssen überschüttet, ist abzulehnen; sie ist eine Unsitte, die mit mangelhafter Entwicklung der Persönlichkeit zusammenhängt. Soll der Kuss seinen Wert behalten, dann küsse man nur im warmen Herzensdrang, gelegentlich oder zur rechten Stunde, lasse es aber im übrigen mit einem mehr oder minder warmen Händedruck genügen, der niemand schadet und niemals oder nur selten Ekel erregt.
(Ror Wolf
Raoul Tranchirers vielseitiger großer Ratschläger für alle Fälle der Welt
Schöffling & Co., 1999)

Der Kuss 1897
Edvard Munch Der Kuss (Detail), 1897

Willi und Kurt Mühlenhaupt

Dienstag, Januar 15th, 2008

Der lange Jahre in der Blücherstraße ansässige Händler, Kneipier, Drucker und Malerpoet Kurt Mühlenhaupt (1921 – 2006) beschäftigte sich 1977 mit der Emailletechnik. Es entstanden 4 auf Edelstahlstelen montierte Emaillebilder für die Grabstätte Mühlenhaupt. Die Grabstätte auf dem Gottesacker der Brüdergemeinde wurde anlässlich des Todes des Malers und Allesmachers Willi Mühlenhaupt (1907 – 1986, Bruder von Kurt) erworben. Die Stelen wurden irgendwann geklaut.
1988 schuf Kurt Mühlenhaupt die Betonstelen. Die waren bis jetzt zu schwer zum Stehlen.

Grabstätte Mühlenhaupt

Mein Bruder [Willi] war sechzehn Jahre älter als ich, und doch war ich für ihn der Vater, und er war für mich das große Kind. Manchmal hatte ich es schwer mit ihm. Es kam schon mal vor, daß ich ihn aus irgendeiner Kneipe mit der Schubkarre nach Hause bringen mußte. Aber er war kein Trinker. Er ließ sich nur allzugern verladen. Seine Possen, die er trieb, geschahen stets unüberlegt und ungewollt. Er war wirklich ein wahrhaftiger Naiver. Da mein Bruder unentwegt asthmatische Anfälle bekam, hatte er ständig Angst, zu ersticken. Er pumpte und pumpte mit seinem Ball, wuselte nachts umher und schlief am Tage beim Laufen, im Sitzen und beim Essen, wahrscheinlich vom hohen Zucker. Aber es war immer nur ein kurzes Nicken. Ich gab ihm Farbe und Papier, damit er seine Krankheiten vergessen sollte. Von nun ab malte er unentwegt. Alle um ihn herum nahmen ihm die Bilder ab. Er malte immer schneller. Was er gebraucht hätte, waren Käufer, die richtig ein paar Mark dafür zahlen. Es waren Hampelmänner, Hampelfrauen, Hampelpferde, die auf den Bildern strampelten. Auch Dinosaurier hampelten, lange bevor sie in Mode kamen. Ein anderes Mal faszinierten ihn die Märchen. Er bastelte Esel streck dich und Knüppel aus dem Sack. Es verstand sich von selbst, daß er Pfennige, Groschen und Markstücke in seinen Bildern verarbeitete, die schon aus diesem Grund einen gewissen Wert hatten. Am liebsten malte er Hans im Glück, bei dem man nie das Gefühl los wurde, daß er sich selbst darstellte.
(aus: Katalog Kurt Mühlenhaupt zum 80. Geburtstag, 2001)

Eckensteher Nante

Dienstag, Januar 15th, 2008

Eckensteher Nante

Der Eckensteher Nante, eigentlich Ferdinand Strumpf (* 1803; † ?), war ein Berliner Dienstmann mit der polizeilichen Konzessionsnummer 22, der an der Ecke Königstraße/Neue Friedrichstraße seinen Standort hatte – unweit der Destillation Eulner, in der er einzukehren pflegte. An der Straßenecke auf Gelegenheitsarbeiten wartend, kommentierte er, was sich um ihn ereignete mit einem Witz, der ihn zum Berliner Original machte.
(Quelle: Wikipedia)

Vorm ICC fehlt etwas

Freitag, Januar 11th, 2008

Zugriff

Wer bei diesem in Pietrasanta stehenden Gipsmodell einer Skulptur von Jean Ipousteguy ein Deja-vu verspürt, erinnert sich noch an die riesige Skulpturengruppe Alexander der Große vor Ekbatana. Bis 2005 stand sie vor dem ICC. Jetzt ist sie irgendwo auf dem Messegelände verstaut, der Sockel sei brüchig geworden und außerdem wären Restaurierungen notwendig gewesen.
(diese Infos gab es heute hier)

Henriette und Friedrich Wilhelm

Donnerstag, Januar 10th, 2008

Henriette

Auf dem Henriettenplatz in Wilmersdorf steht ein Obelisk aus dem Jahre 1988. An ihm sind Porträtreliefs der Prinzessin Louise Henriette von Oranien-Nassau (1627 – 1667) und ihres Mannes, des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620 – 1688), angebracht. Beide hatten 1646 in Den Haag geheiratet. Der Platz ist schon seit 1892 nach der Prinzessin benannt.
Die Reliefs sind Abgüsse nach Originalen von Francois Dieussart (um 1600 – 1661).

Vostell

Mittwoch, Januar 9th, 2008

Cadillacs in Beton

Auf dem Rathenauplatz steht Vostells Cadillacs in Form der nackten Maja, 1987.
Einige Jahre früher entstand VOAEX, 1976 (Viaje de (h)Ormigon por la Alta EXtremadura, Betonreise durch die Oberextremadura).

Voaex

Diese Skulptur sahen wir im letzten Oktober (Studienreise des Fördervereins der Berlinischen Galerie ins Museo Vostell Malpartida). Hier einige Impressionen.

Schöner Bäume retten

Dienstag, Januar 8th, 2008

Stielow 2007

Für die Baumrettung am Landwehrkanal gab es den Berliner Umweltpreis 2007. Die Bäume sind tatsächlich noch da, aber der schöne Uferweg in der Corneliusstraße ist nicht mehr begehbar. Die Stielow-Skulptur (1990) wurde geschmackvoll und umweltfreundlich durch eine Beton-Skulptur des WSA (Wasser- und Schifffahrtsamt) ergänzt.
Jetzt wurde erkannt, dass die 8 Tonnen schweren Betonklötze den Bäumen sogar schaden können. Der Wind könne die Bäume knicken, weil sie so starr an den Klötzen befestigt sind. Es gibt einen Vorschlag für alternative Schutzmaßnahmen (so steht es zumindest hier).
Es muss doch möglich sein, die Bäume vor Umwelteinflüssen zu schützen und sie unsterblich zu machen, vielleicht einhausen?

Ash

Montag, Januar 7th, 2008

Bei der letzten Ausgabe der Backjumps (The live Issue #3) im letzten Jahr entstanden wieder einige Fassadenarbeiten,
darunter diese Arbeit von ASH

Astronaut

I began my artistic career as a graffiti writer in the early 80s with the legendary crew BBC. Since 1988 I have been exhibiting regularly in varlous galleries and spaces worldwide. My works often revolve around the contrast between country and city, nature and culture. They explain in art, experiences of everyday events and fantasies involving the relations between humans and nature as well as humans and technology. Esthetically, the works take inspiration from modern graphics. They combine varlous elements at their most organic, which in turn evolve into stylistic, mechanical figures flowing through various media.
(ASH in the exhibition-catalogue Backjumps – The Live Issue #3)

Echo

Sonntag, Januar 6th, 2008

Echo I

Das ist eine der zwei Echo-Skulpturen (1988) von Bernhard Heiliger am Haupteingang zur Philharmonie am Kemperplatz (hier weitere Bilder von Heiliger-Skulpturen in Berlin).

Zur Illustration der mannigfachen Resonanzen, die in einem Echo vorkommen, haben die alten Griechen die Geschichte von einer schönen Bergnymphe erfunden. Diese hieß Echo, und sie beging den Fehler, Zeus bei einer seiner sexuellen Eroberungen zum Erfolg zu verhelfen. Hera kam dahinter, und sie bestrafte Echo, die fortan nichts mehr sagen konnte als die jeweils letzten Worte, die man an sie gerichtet hatte. Bald darauf verliebte sich Echo in Narziss, der jedoch ausschließlich von sich selbst besessen war, sodass sie sich nach und nach verzehrte, bis einzig ihre Stimme übrigblieb (vielleicht bei Ovid nachlesen … hier).
In einer weniger bekannten Version dieser Sage verliebt sich Pan in Echo. Echo jedoch weist seine amourösen Avancen zurück, und Pan, der ja der Gott der Höflichkeit und Selbstbeherrschung ist, reißt sie in Stücke und begräbt alles bis auf ihre Stimme. Adonta tamele. In beiden Fällen führt unerfüllte Liebe zur vollständigen Auslöschung von Echos Körper und beinahe auch zur Auslöschung ihrer Stimme.
(aus: Mark Z. Danielewski Das Haus)