Frodo Mikkelsen bei schultz contemporary
The graffiti movement has been a part of my life for almost 30 years now, and means a lot to me; it was a crazy experience and I made friends for life!
(Interview with F. Mikkelsen)
Frodo Mikkelsen bei schultz contemporary
The graffiti movement has been a part of my life for almost 30 years now, and means a lot to me; it was a crazy experience and I made friends for life!
(Interview with F. Mikkelsen)
Loneliness is a cloak you wear,
a deep shade of blue is always there
Lothar Jimmy Hempel bei Gerhardsen Gerner
Und obwohl ich zu diesen fiktiven Frauen ein obsessives Verhältnis habe, bleiben sie doch Phantome und halten mich melancholisch auf Distanz.
(Lothar J. Hempel)
Zugegeben, etwas enttäuscht waren wir schon. Im Februar besuchten wir noch das Museums-Provisorium in der Markthalle am Alexanderplatz. Jetzt hörten wir von dem neuen Haus in der Holzmarktstraße. Von außen sieht es schon ganz gut aus, aber drin, ich sag‘ nur – Tütenbuchstabensuppe, verschüttet. Am 6. Dezember soll offiziell Eröffnung sein. Wir glauben es nicht.
Fünf Jahre lang schlug der Kunstraum Tanas Brücken in die Kultur der Türkei und ihrer östlichen Nachbaren. Jetzt verabschiedet sich Tanas-Leiter René Block mit einer eindrucksvollen Doppelausstellung.
(mehr hier)
Zum Finale sind sie alle noch einmal dabei. Ayse Erkmen und Hale Tenger, die starken Frauen, die bereits Anfang der neunziger Jahre in Istanbul von sich reden machten. Ahmet Ögüt und Sener Özmen, die jungen, ernsten Männer aus dem Osten der Türkei.
Aber auch Lawrence Weiner, Asta Gröting und Rosemarie Trockel machen bei „The Unanswered Question. Iskele 2“ mit, der Doppelausstellung bei Tanas und im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.). Mit ihr wird René Block seinen Projektraum Tanas für Kunst in der Türkei und der Diaspora Anfang November schließen. Die Botschaft ist deutlich: Kunst aus der Türkei und dem Westen begegnen sich gleichrangig, hier in Gestalt vieler neuer Installationen, Skulpturen, Videos, Objekte und Fotografien, die locker gefügt ohne großen gemeinsamen Nenner nebeneinander stehen. „Kunst aus der Türkei ist angekommen“, sagt Block.
(mehr hier)
Retrospektive im Martin-Gropius-Bau
Ach, noch etwas: Sie ist die mit der Felltasse. Ja. Das kleine Objekt, das im Mai 1936, kaum zwei Wochen alt, von Alfred H. Barr, Direktor des New Yorker Museum of Modern Art, in einer Pariser Galerie aufgestöbert und weggekauft wurde und seitdem in Manhattan lebt, in einem Kasten aus Plexiglas, einsam bis auf die Gesellschaft kleiner weißer Mottenkugeln. Le déjeuner en fourrure. Porzellan, Gazellenfell. Ein frühes, neckisches Beispiel für Cross-Dressing, inkl. Teelöffel. Anspielung natürlich auf das Gemälde Le déjeuner sur l’herbe des Malers Édouard Manet, mit allen Konnotationen sexueller Verführung, inklusive der Vorstellung von Haaren auf der Zunge.
(weiter hier)
Franz Ackermann in der Berlinischen Galerie
Franz Ackermann hat in seinem Künstlerleben schon einige großräumige Wandmalereien realisiert, zuletzt in der Kunsthalle Baden-Baden, vor zehn Jahren aber auch schon über die komplette Länge einer Münchner U-Bahn-Station oder in einem Football Stadion im texanischen Dallas. Insofern war die große Eingangshalle der Berlinischen Galerie mit ihren geschätzten 12 Metern lichter Höhe und 30 Metern Wandlänge für ihn fast schon ein gewohntes Format. 12 Assistenten haben unter immensem Zeitdruck während zweier Tage an dem Werk mit dem Obertitel „Hügel und Zweifel“ gearbeitet.
(mehr hier)
Bilderbriefe, Künstlerpostkarten, Mail Art in der AdK am Pariser Platz
Mal ehrlich, wer schreibt in digitalen Zeiten noch Karten? Schade eigentlich, das zeigt die wunderbar fantasievolle Ausstellung mit dem klingenden Titel „Arte Postale“. Ein wildes, anarchisches Sammelsurium von gemalter, gestempelter und geklebter Mail Art, jedes auf seine Art ein kleines Kunstwerk.
(hier mehr)
Bube Dame König As in der Neuen Nationalgalerie
Eders Feinmalerei, fast altmeisterlich oder schneidend veristisch, zeigt Reales, aber wie auf einer unwirklichen Bühne, wohin die Gestalten aus ihrer echten Welt geflohen sind: Da ist eine Nackte, gnadenlos dargestellt mit Cellulite-Po. Daneben hängen wie von Balthus gemalte marionettenhaft starre Kindfrauen, schwüle Pflanzenarrangements, dazu süßliche Katzen- und Pudelporträts – mit beklemmend fixierendem Blick. So verhandelt Eder die Melancholie: die der Schönheit und des Makels, des Verfalls. Und was man allzu gern des Kitsches bezichtigen möchte, entpuppt sich gar als Zerrspiegel des hysterischen Kunstbetriebs.
(mehr hier)